Donnerstag, 31. Dezember 2015

Hadern ist nicht das neue Hoffen.

Meine Persönlichkeitsstruktur ist bisweilen kontraproduktiv ausgelegt. Sagen wir mal so freundlich. 

Ich hadere. 

Ich hadere mit den Untugenden der Menschheit, mit der Unverbindlichkeit meiner Umwelt (ein schönes Thema), mit (medialer) Verrohung, mit der Welt, in die ich meine Kinder täglich schicke. Ich hadere mit der Unfreundlichkeit, dem fehlenden Respekt, mit meiner wenigen Zeit und Kraft, mit meiner Gesundheit, der globalen Erwärmung eines Planeten mit so vielen scheinbar kalten Menschen drauf. Die Liste ist lang und vermutlich weilig. Weil das ja irgendwie jedem so geht, oder?

Gute Vorsätze sind meiner Ansicht nach viel heiße Luft, besonders zum Jahreswechsel. Früher, das wurde hier irgendwo schon einmal erzählt, haben mein damaliger Freund und ich Listen gemacht, was wir im kommenden Jahr verändern wollen. Die Listen sahen jedes Jahr gleich aus, also scheint die reine Aneinanderreihung von Nahzielen noch nicht ihr Erreichen zu garantieren.

Ich möchte weniger hadern lernen. Das wird ein harter Brocken, aber sicherlich fließen dadurch mehr positive Energien, auch für mein Umfeld.

Ein frommer Wunsch. Aber ein gutes Ziel. Um selbst in Geschmeidigkeit vorleben zu können, was ich brauche, um wiederum ein Leben zu führen, das mir weniger Anlass zum Hadern gibt. Und im Gegenzug mehr Hoffnung und Demut.

Gute Kreisläufe kann nur jeder selbst aufmachen, egal, ob es höhere Mächte gibt oder nicht, egal, woran man glaubt, so trägt man doch für seine Energiefresser alleine die Verantwortung. 

Dann mal los. :-)

Euch wünsche ich, was ich uns auch wünsche. Seid glücklich und gesund. Möge 2016 ein Jahr werden, auf das wir gerne zurückblicken, im Kleinen wie im Großen. Möge es ein Jahr werden, in dem wir als Einzelpersonen, aber auch wir als Gesellschaft und als Menschheit einen Teil unserer Dämonen besiegen oder zumindest auf einem guten Weg sind. Mögen wir freundlich sein und dankbar. Und viel zu lachen haben.


Beste Grüße von Nina




Dienstag, 17. November 2015

Hab keine Angst, mein Kind. Fortsetzung.

Am Samstag Vormittag war mir alles zu viel. Die Gedanken strudelten in dunkle Sphären und ich war völlig Treibsand und überfordert. Die Contenance, die Vielgepriesene, sie mochte nicht bei mir bleiben, auch wenn man vielleicht nach außen hin keinen Unterschied bemerkte, so hab ich doch ziemlich um Haltung gerungen.

Ausgehend von da entstanden die Worte, die zu "Hab keine Angst, mein Kind" geführt haben. Der erste Blogbeitrag seit Monden und dann direkt verletzbar und klein.
Aber siehe siehe.

Die feinen Menschen nah und fern, anonym oder bekannt, befreundet oder nicht, sie sind noch da. Sie helfen mir. Ganz in echt und ganz 1.0.
Dafür möchte ich "Danke" sagen. 
Danke, dass Ihr "zugehört" habt und Euch Zeit genommen habt für so viele wertvolle Gedanken, die nun meine Kommentare und -noch viel wichtiger- mein Leben bereichern.

Es ist mittlerweile Sitte, dass man unter dem jeweiligen Posting antwortet, auf jeden Kommentar und sei es nur mit einem "Danke, liebe xyz". Ist nicht so mein Ding, zugegeben. 

Zu diesem speziellen Anlass, zu dem ich mich so gut aufgehoben fühlte, möchte ich Euch - in der Reihenfolge der Abgabe - die guten Worte zeigen und ans Herz legen, die bei mir genau da ankamen. Die mir weitergeholfen haben und mich weiterhin tragen, wenn ich doch noch mal strauchele.
Außerdem antworte ich dann hier, wen es interessiert. Ein Potpourri aus Altem, Neuem, Vergessenem und immer noch der Hoffnung. Die ist da. Ganz deutlich.

Seid lieb gegrüßt und habt es schön. Echt. Nicht nur ein bisschen.
Nina



"Angst ist niemals ein weiser Ratgeber. Keinw Angst haben. Wie soll das gehen heutzutage? Ich weiß es auch nicht. Die Welt scheint völlig durchzudrehen, die Menschen scheinen völlig durchzudrehen. Aus Angst vor allem. Und aus Machtgier.
Wie kann man man selbst, für sich, für seine Familie aus diesem Kreislauf ausbrechen, wie keien Angst haben um seine Kinder, um ihre Zukunft? Ich weiß es grade leider auch nicht. Mitten im persönlichen Horror stehend, wird der Horror, der Terror in der Welt um uns herum größer und größer. Ruhig bleiben, business as usual? Ich würde dir so gerne einen Rat geben können, wie das geht. Aber leider weiß ich auch nicht, wie das gehen soll. Wie kann man mutig bleiben angesichts dieser Welt? :-( 
Sei gedrückt -
Katja"

In einem Moment, in dem ich mich so einsam fühlte, hat es mir sehr geholfen, dass jemand genau so ratlos ist wie ich. Denn so viele Menschen waren scheinbar schnell in der Lage, sich auf ihre Stärke und ihren Mut zu besinnen und sich und anderen zu schwören, sich nicht klein machen zu lassen. Nicht zu kuschen. Ich war dahingehend nicht so flott und hatte einfach nur eine fiese Angst. Danke, liebe Katja, für das Verstehen, die geteilte Überforderung & Ratlosigkeit und auch für's Drücken. Nina



"Um ehrlich zu sein habe ich vor sehr vielem Angst, gerade vor Dingen, die völlig außerhalb meiner Kontrolle sind. Mein Versuch, damit umzugehen, auch, was meine Kinder angeht, ist, sie zu Menschen zu erziehen, die hinschauen, die mitdenken, aber viel wichtiger, die Gutes geben und Schönes säen. Ich denke, um nicht von dieser Angst verschluckt zu werden, ist es so extrem wichtig, sich auf die schönen Dinge zu konzentrieren, auf ein menschliches Miteinander. Damit meine ich nicht, die Augen zu verschließen, denn das wäre meiner Meinung auch falsch. Man kann diese teils grausame Welt nicht ändern. Außerdem wird es nie Gerechtigkeit geben, oder absolute Sicherheit. Dafür ist die Menschheit zum Teil doch zu barbarisch. Aber man kann Gutes leben. Und dadurch Kontakt zu anderen guten Menschen bekommen. Und gemeinsam ist man oft viel stärker, als allein, versteckt unter der Decke und gelähmt vor Angst....
Ich denk an dich...
Mickymunchkin"

Mensch, wenn Du wüsstest. Genau so denke ich normalerweise auch. Wenn's mich nicht dahinrafft und ich die Orientierung verliere. Ja, es ist sehr schwierig zu akzeptieren, dass Dinge außerhalb meiner mütterlichen Kontrolle völlig schief laufen könnten, aber es gehört auch dazu, das zu akzeptieren. Und den Kindern Werte mitzugeben, die sie wärmen und schützen. Gegebenenfalls andere gleich mit.
Ich bin kein Misanthrop. Und glaube, dass es viele wundervolle Menschen gibt, nicht zuletzt, weil ich eine fast absurd große Menge von ihnen persönlich kenne. Warum mir das am Samstag nicht mehr so präsent war, keine Ahnung. Aber unbezahlbar, dass es so ist. Ich denk auch an Dich und danke! Nina



"Du Liebe, ein Abgeordneter sagte heute: Genau vor diesem Terror fliehen die Menschen zu uns. 

Wir sind aufgewachsen in der friedlichsten Phase, die diese Region der Welt jemals erlebt hat. Das hat uns und unsere Eltern gelehrt, sich sicher zu fühlen, mehr noch, sich vor allem Unbill abzusichern, dass die Policen in unseren Regalen Ordner füllen. Dass derweil fast überall außerhalb Europas und Nordamerikas Menschen sich mit Gewalt, extremer Armut und Ungerechtigkeit und Krieg auseinandersetzen mussten und müssen- genau wie das hier noch vor wenigen Jahrzehnten der Fall war, das haben wir ins weit weg geschoben, einige von uns engagiert in dritte Welt Läden oder ähnlichem gewissentlich verarbeitet....

Meine Kinder bekommen Kinder und es bricht mir das Herz, mir vorzustellen, dass sie Angst haben müssen; dass sie in ihrer Entfaltung gehemmt werden, dass sie ohnmächtig mit wachsendem Haß konfrontiert werden.
Bin ich deshalb eine Memme? Nein, ich glaube, dass es jedem so geht, jeder möchte ein gutes Leben in jeglichem Sinne für seine Kinder und Enkel. Jeder möchte eine unbeschwerte Kindheit für die geliebten Nachkommen. 
Wir sind ganz sicher sehr verwöhnt hierzulande. Ich liebe es, dass ich mich so verwöhnen lassen durfte in diesem Land. Aber ich spüre auch genau in welcher privilegierten Zeit wir an diesem Ort leben durften. Was nicht unser Verdienst ist, aber auch nicht unsere Schuld. Darum finde ich die Angst nicht nur verständlich, sondern normal.

Man kann diese grausame Welt nicht ändern, lese ich grade im Kommentar oben. Tja, aber man kann selbst versuchen, nicht grausam zu werden und genau dies seinen Kindern und Enkeln, seinen Schülern und Mitmenschen vorzuleben. Damit ist doch schon etwas im Wandel. Und die Ohnmacht etwas gebannt.

Sei sehr herzlich gegrüßt. Und fürchte Dich nicht. Auch wenn Du Angst hast.
Lisa"

Liebe Lisa, wenn Du wüsstest, wie oft ich Deinen Kommentar gelesen habe, weil Dein Satz, dass ich mich nicht fürchten soll, auch wenn ich Angst habe, mir durch und durch geht. Der ist jetzt in meinem Kopf und wie eine warme Decke. Immer dann, wenn das Kalte an mir hochkriecht. Dafür kann ich Dir nicht genug danken. 
Deine Gedanken habe ich mir vorher zugegeben noch nie gemacht. Wie privilegiert wir lebten ob der friedlichsten Phase der Region. Aber natürlich hast Du Recht. 
Ein Privileg war es immer, gesund zu sein, satt, gebildet, sicher. Natürlich. Aber dass das im Gesamten betrachtet eine Ausnahmesituation war, hatte ich nicht richtig präsent. Weggeschoben, vermutlich.
Angst ist normal und gesund. Aber ich mag nicht gelähmt von ihr sein und mich klein fühlen, hilflos. Meine Ohnmacht möchte ich bannen und der beste Weg ist der, etwas zu tun, da stimme ich Dir uneingeschränkt zu.
Diese wunderbaren Menschen zu sehen, die hier heranwachsen, die aufgeschlossen sind, lustig und schlau, voller Ideen und noch so sehr Kind, das tut der Seele gut. Aber auch der Austausch mit Menschen wie Dir. 
Sei feste gedrückt. Nina



"Danke für deine Worte!"

Liebe Eva, dass meine artikulierte Fassungslosigkeit jemandem etwas bedeuten könnte, war mir bei dem zaghaften Klick auf "Veröffentlichen" nicht klar. Eher kam ich mir ganz mulmig vor. So viel zeigen, so viel Nähe. Umso mehr hat es mir gut getan, dass Du offenbar ähnlich empfunden hast. Sei lieb gegrüßt. Nina. 



"Du hast es in Worte gefasst, was auch mich als Mutter am meisten beschäftigt... in welche Richtung geht unsere Welt, in was für eine Welt schicke ich meine Kinder hinaus... wir können ihnen nur mitgeben, vorleben, die Welt ein wenig besser zu machen.
Danke für diesen Post, Kebo"

Danke, liebe Kebo. Ich bin inzwischen auch wieder auf Kurs und werde genau das weiterhin versuchen. Ob es wirklich glückt, wer kann es sagen? Aber -wie ich ja auch nicht müde werde, mir selbst zu versichern- jeder Tag ist neu. Wenn ich es am einen vielleicht weniger gut meistere, das Vorleben, das Mitgeben, dann mag der nächste doch hoffentlich besser werden. So sehe ich mir auch einen schwächelnden Samstag nach. In dem ich planlos hier herum geeiert bin und mich nicht zu lassen wusste. Ganz herzliche Grüße an Dich. Nina



"Ich habe auch kein Rezept. 
Dabei kommt gleich meine Enkelin, eine Mademoiselle, und ich möchte mit ihr umgehen, frisch gemutet wie immer... Meine Angst umfasst auch dieses Kind ( und das, von dem ich gestern erfahren habe & welches meine Laune kurzzeitig heben konnte ), und manchmal haut mich das alles um und es kommt mir so billig vor, was jetzt gesagt, geschrieben, versprochen, gefordert wird. Denn eigentlich weiß ich, wie verlogen es ist, seit ich mich mit den Geschehnissen im Nahen Osten auseinandersetze ( das ist jetzt gerade zehn Monate her ).
Mach et joot ( kölsche Verlegenheitsrede )!
Astrid"

Liebes Kölsches Mädchen (und das, wo ich ja auch eins bin!), die Verlogenheit treibt mich bisweilen auch an die Grenzen der Implosion. Wie sehr wir fehlinformiert werden, dumm gehalten, wie abgestumpft schon viel zu viele Menschen sind (auf allen Seiten der Macht und des Planeten).
Da wirken manche gut gemeinte Gesten (das Gegenteil von gut ist gut gemeint?) hohl und selbstdarstellerisch, annähernd rückgratlos. Das trägt auch zu meinen Schüben von Perspektivlosigkeit bei, die Gottlob noch eher selten auftreten und sich gut bändigen lassen.
Herzlichen Glückwunsch. Euch allen. Zu einem wunderbaren Wesen, das der Mademoiselle Gesellschaft leisten wird und Freude in Euer Leben bringen. Trotz aller Sorgen. Die ich mir uneingeschränkt auch machen würde.
Alles Liebe. Nina



"Ich bin im Moment wie gelähmt. Diese schrecklichen Ereignisse waren leider vorhersehbar...es war nur nicht genau klar, wann und wo...Und genau das ist das Brutale daran...Im Moment verspüre ich eher Trauer,Wut und Trotz.
Im Netz habe ich einen schönen Ausspruch gefunden:
"Und wenn die Realität dir den Boden unter den Füßen wegzieht, wenn das Wissen, in dem du schwimmst, dich nach unten in die Tiefe zieht und dir den Atem raubt, wenn der Himmel über dir anfängt einzustürzen, dann nimm deine Hoffnung bei der Hand und laufe mit ihr bis zu den Sternen." Verfasser unbekannt.
Vielleicht kann er Dir Mut machen...
Liebe Grüße, Lotta."

Liebe Lotta, er hat mir Mut gemacht. Danke Dir sehr dafür! 
Gerade das Vorhersehbare birgt einen ganz eigenen Schrecken. Eigentlich "wartet" man förmlich drauf, dass so etwas passiert und eine derartige Pest will ich überhaupt nicht in meinem Kopf, in meinem System haben.
Hoffentlich konntest Du ein wenig Schockstarre durch gute Gedanken oder schöne Impulse vertreiben, so sehr es Makulatur für die Hardliner unter uns sein mag, aber was bleibt sonst?
Sei lieb gegrüßt, Nina



"(((Nina)))
Wir leben es vor, dass es sich lohnt. Dass es neben der Angst das Gute gibt. Dass WIR das Gute tun, tun können, jeden Tag.
Alles Liebe 
Anneliese"

Ja. Ich weiß. Liebe Anneliese, ich glaube, Du bist da vielleicht auf eine Art straighter, die ich noch besser drauf kriegen muss. Unbeirrbarer. Ich hab natürlich noch klar, was gut ist und was böse, aber mein Halt, der war auf einen Schlag perdu. Vorübergehend. Ich hab ein bisschen gebraucht, bis ich wieder am Start war. Auch mit meiner Entschlossenheit.
Alles Liebe auch für Dich.
Nina



"Oh, ja das frage ich mich auch immer wieder, in was für eine Welt entlassen wir unsere Kinder nur. Da kann man noch so Regeln lernen, Gutes und Schlechtes unterscheiden lernen, deinem Kind vertrauen, und dann kommt irgend so einer daher und alles ist futsch.
Schön zusammengefasster Post, danke.
Lieben Gruß,
Petra"

Liebe Petra, genau diese Gedanken schiebe ich gerade wieder mit Wucht aus meinem System. Die machen mich krank und lähmen bis ins letzte Atom.
Aber ja, das ist so und das bleibt so. Das Unkontrollierbare und die Willkür von irgendwelchen Vollhorsten. Schlimme Posten auf der Sorgen-Seite.
Ein lieber Gruß zurück von Nina



"Meine Liebste,

ich nehme mal den für mich festgestellten schlimmen Teil vorneweg: 
Wir können weder uns noch unsere Lieben permanent vor dem Unheil dieser Welt beschützen.
Niemals. 
Das ist eine Tatsache, an der es nix zu rütteln gibt.

Aber es gibt ja zu jedem negativen Part auch einen positiven.
Diese Angst darf sich durchaus manchmal in uns melden.
Denn sie sensibilisiert uns. Nicht in die Richtung, dass wir unsere Kinder permanent überwachen, sondern darin, dass wir ihnen aufzeigen können, was richtig und was falsch ist.
Wir können ihnen aufzeigen, dass man trotz all der Grausamkeiten in der Welt niemals davon ablassen sollte, in den anderen das Gute zu sehen.
Dass es neben all diesen Durchgeknallten unheimlich viele Menschen gibt, die Offenheit, Toleranz, Miteinander leben.
Schau dich um, meine Liebe, wie viele Menschen um dich herum kennst du, die dich und andere lieben, die offen sind für Andersartigkeit, denen Herzenswärme und Miteinander wichtig sind und die genau diese Werte an ihre Kinder weitergeben?
Ich denke, dir fallen da ganz, ganz viele ein.
Und wenn du all jene fragen würdest, wie viele sie kennen, würden auch sie jede Menge Menschen kennen.

Ja, mag sein, vielleicht lebe ich etwas blauäugig, vielleicht ist es aber auch mein fester Wille, dass diese Gewalt niemals unsere Seelen, unser Leben derart erfassen kann oder darf, wie diese Radikalen es sich wünschen! DAS möchte ich meinen Kindern vermitteln.
Dass es Menschen gibt, die an das Gute glauben, die das Gute leben, jeden Tag, immer und immer wieder, egal wie viele schlimme Dinge passieren.

Auch mir wird das manchmal zu viel, die Aufgabe scheinbar zu groß, aber ich mag einfach nicht daran glauben, dass die Welt so schlecht ist, wie sie sich gerade in Paris gezeigt hat.
Ich bin mir sicher, die Welt ist nicht dieser Teil von Paris, Utøya, Syrien, Krim.

Die Angst, sie darf uns erfassen, uns durchaus auch erschüttern in unserem Glauben, in unserem Herzen, um uns dann gestärkt weiter zu schicken. Aus der Angst eine Stärke werden lassen, um unseren Kindern zu zeigen, dass die Welt, die ihnen auch gehört, durch uns, durch sie eine gute werden/bleiben kann, wenn wir und sie alles daran setzen.

Und ich möchte dir, meine Beste, in all deine Fragen, in all deine Ängste, in all deine Verzweiflung hinein, sagen, dass du eine wunderbare Mutter bist, die genau diesen Weg bisher trotz aller persönlicher Schwierigkeiten bravurös gemeistert hat.
Auch wenn gerade eine große Portion Unsicherheit und vielleicht auch Mutlosigkeit mitschwappt in diese Zeiten - ich bin mir sicher, dass wir das Lachen nicht verlieren werden. Nicht verlieren dürfen, für all die, die noch an eine gute, friedliche Welt glauben - für unsere Kinder!

Ich drücke dich von ganzem Herzen!!!
Deine Freundin Katja"

Ach. Meine Katja. Was bin ich glücklich über Dich in meinem Kosmos. Unfassbar gute Frau, Du. Bist für mich da, on- und offline, hast Kapazitäten für meine Kapriolen frei, obwohl Du selbst eigentlich randvoll bist mit so viel, das das Leben von Dir erwartet. 
Danke.
Und viel Wahres schreibst Du. Natürlich kenne ich eine (wie oben schon einmal erwähnt) unfassbar große Menge wundervoller Menschen. Die einen den Glauben nicht verlieren lassen, weil sie offen sind, nicht wertend, sich nicht erhebend. Weil sie Wärme geben und Herzlichkeit. Freunde sind. Gutes tun, ohne sich dadurch positionieren zu wollen, sondern einfach, weil sie es selbstverständlich finden.
Wir beide lachen weiterhin miteinander und hoffentlich noch lange und genau so mit ganz vielen anderen liebenswerten Personen um uns herum.
Du bist mein Schätzchen. Und ich hab Dich lieb.
Deine Freundin Nina



"Mögen unserer Herzen nicht hart werden. Das wäre das Schlimmste. Erschüttert und traurig, und im Herzen doch voller Hoffnung und Zuversicht grüßt dich Ghislana"

und

"Ja, Mama bleibt Mama, und dann wird man auch noch Oma - Zuversicht und Hoffnung fassen, das ist alles andere als Gleichgültigkeit und Ignoranz. Akzeptieren müssen, dass man zwar vorsorgen und vorsichtig sein kann, aber das Leben nicht in der Hand hat. Lieben Sonntagsgruß Ghislana"

Liebe Ghislana, mein Herz war derart weich, dass ich befürchtete, es flösse mir aus dem Körper. An Tagen wie Samstag bin ich so klein, bedürftig und unterkühlt, dass ich nur auf den Arm möchte. Und das als Mutter und Alphatier eines kleinen Volkes. Nun ja. Kein Glanzstück, aber wie schon weiter oben gesagt, sich solche Tage (die immer noch in der Minderheit sind) nachzusehen und den nächsten mit etwas mehr Kontur anzugehen, gehört dazu.
Verhärtung ist generell ein Problem. Ja.
Ihr entgegen zu wirken im Rahmen unserer Möglichkeiten und in unseren individuellen Schaffensräumen, ist eine große und endlose Aufgabe. Aber ich möchte hoffen und klöppele an meiner Zuversicht. Jeden Tag neu.
Sei gedrückt, Du Liebe. Nina



"Hallo Nina

Die Angst ist wohl immer da, mal mehr mal weniger, was auch mit dem Urvertrauen zu tun hat, mit dem du und deine Kinder hoffentlich geboren wurden. Es ist gut, dass wir Angst haben. Sie lässt und in Gefahr Reissaus nehmen oder erst gar nicht hingehen. Aber dann, wenn die Bedrohung nicht unmittelbar ist, soll sie uns im guten Fall zum Nachdenken bringen. Wir müssen über Angst nachdenken, damit sie nicht unser Handeln bestimmt, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber. Du machst genau das.

Und dann noch was in eigener Sache: Ich habe gemeint, wenn meine Kinder erwachsen sind, würde dann die Sorge um sie kleiner wird. Und jetzt merke ich, dass in dieser Hinsicht Mama sein nie aufhört. Mama bleibt Mama, Sorge bleibt Sorge, Vertrauen bleibt Vertrauen. Ich habe ab und zu (nicht allzu oft) schlaflose Nächte, um dann bei Tageslicht meine Zuversicht wieder zu finden. Alles Gute!"

Liebe Regula, ans Nachdenken hat mich die Angst nicht zum ersten Mal gebracht und doch, sie saß sehr tief und ich muss(te) einen Teil davon auch in das Tal des seligen Vergessens verschieben, denn bearbeiten und an einen abgeklärten Punkt kommen, das übersteigt mich.
Sie soll mich nicht lenken und abhalten von Schönem, irritieren oder gar von den Wegen abbringen, die die Kinder und ich uns miteinander erarbeitet haben.
Ein Leben lang Mutter ... ich hatte es befürchtet :-)
Ganz herzlichen Dank für Deine Worte und herzliche Grüße. Nina



"Liebe Nina!
Fühl dich aus der Ferne gedrückt! 
Angst ist ein Teil unseres Lebens und bewahrt uns vor evtl. leichtfertigen Dingen. Sie darf nur keine Macht über uns erlangen und uns an Dingen hindern, die uns eigentlich Freude machen und das Herz erwärmen würden. 
All die Gedanken nach den passierten Ereignissen sind normal und sie sind richtig. Niemand kann uns eine Garantie für irgendwas geben. Aber ich wünsche dir, dass du auf dein Herz und deine innere Stärke hören und vertrauen kannst. Mach das, was du tun kannst und genieße die Gegenwart. Dann wird die lähmende Angst nach und nach hoffentlich kleiner werden. 
Ganz liebe Grüße,
Frauke" 

Zurückgedrückt sowieso, ist klar, oder?
Die Gegenwart zu genießen ist eine hohe Tugend. An der feile und werkele ich schon so lange, dass es fast ein Automatismus geworden ist. Und sooo schlecht klappt es gar nicht. 
Aber Tage wie Samstag sind schon ein Rückschritt. Den Glauben zu verlieren, und sei es nur kurzfristig, in das, was Menschen Gutes sein und bewirken können. Dabei ist es nur eine Handvoll Antikörper, die das Miteinander schwächen wollen. 
So gesehen eine echte Anmaßung.
Das sollte ich dauerhaft im Fokus behalten.
Und auf unser Glück vertrauen.
Beste Grüße von hier nach da, Nina



"Liebe Nina,
Angst ist überlebenswichtig. In gesundem Maße. Und genau wie Glaube, Liebe, Hoffnung und Freude gehört sie zu unserem Leben. Mal nimmt sie mehr Raum ein, weißt du noch, als deine Kinder das erste mal alleine zur Schule gingen?,ich bin vor Sorge gestorben. Bis ich gemerkt habe, ich muss loslassen lernen. Nun ist das Kind bald 16 Jahre und Drogen und andere ekelige Dinge locken. Aber ich habe festgestellt, dass ich ihr ein gutes Gerüst mitgegeben habe und ich ihr und nicht meinen Ängsten vertraue. Also lass ich die Angst nicht mein Leben bestimmen. Sie ist da und schläft hinterm Ofen. Wie ein alter Hund, der sich meldet, wenn es wirklich nötig ist. Die Welt ist im Wandel und es wird noch viel passieren, was wir sicherlich nicht möchten und was uns aus unserem "guten" Leben wachrüttelt. Aber es ist das Ungewisse, das wir fürchten. Das wir nicht schnell genug reagieren können oder schlimmstenfalls gar nicht reagieren können. Mir fällt hier immer wieder das Satz ein "Angst essen Seele auf". Und meine Seele lass ich mir nicht auffressen.
Eine feste Umarmung Ninchen
und der Angst ein Lachen zeigen (und die Zähne ;-) )
Claudia"

Liebe Claudia, ein Freund von mir zitierte ebenfalls dieses "Angst essen Seele auf" und ja, das ist genau, was sie tut. Und nein, meine bitte auch nicht.
Es fällt mir nur schwer, weil ich, wie ja auch dargestellt, ohnehin dazu neige, mir einen "Kopp" zu machen. Eventualitäten als schnelle Bildfolge einfach so vorbei rauschen zu lassen, ohne dass ich sie eingeladen hätte dazu. Und natürlich Katastrophenszenarien! Was sonst ...
Der alte Hund. Was für ein schönes Bild.
Ich muss mir das aneignen lernen. Und nicht das Gefühl haben, an solchen Tagen, es wäre kein räudiger Köter hinter dem Ofen sondern eine Stube voller Tretminen.
Ich umarme Dich feste. Und hab das "Ninchen" so genossen. Ist wie im Kindsein. Und genau diese Art von Zuwendung habe ich am Wochenende dringend gebraucht.
Alles Liebe für Dich. Nina


Anonym 

"Hallo Nina, Deine Ängste kann ich als Mami sehr gut nachempfinden. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie es sich als Kind anfühlt gedemütigt und misshandelt zu werden und dabei die Sicherheit zu verlieren. Es benötigte Jahrzehnte nicht mehr in einer Opferrolle zu sein und weniger Angst zu haben. Gelernt habe ich: Wenn Du Angst hast, sind dementsprechend die Gedanken. Meistens kommt es aber nicht so schlimm oder zumindest viel anders als in der Vorstellung. So oft hatte ich Angstzustände und musste zur Beruhigung Tabletten nehmen. Heute versuche ich meine Angst zu steuern, indem ich mir immer wieder vorsage "Habe erst Angst, wenn es konkret ist". Für mich passt das so. 
Was unsere Kinder anbelangt: Hab Vertrauen in Deine Kinder, dass sie es schaffen und aushalten. Auch Du warst ein Kind und hast es geschafft. Kinder sind viel stärker als wir Erwachsene ihnen manchmal zutrauen. In Liebe und Geborgenheit aufzuwachsen mit dem Wissen, dass die Eltern da sind, gibt ihnen einen guten Boden unter den Füssen."

Hallo Du, mir gibt der Satz "Hab erst Angst, wenn es konkret wird" sehr viel. Wobei ich dazu neige, Extremszenarien planen zu wollen. Doof, schon klar. 
Dennoch - einen vagen Plan B im Kopf zu haben - also, wenn es hart auf hart kommt, dann machen wir dies oder das, kann auch beruhigend wirken. Wie eine Rückversicherung, dass es immer einen Weg gibt. Unbequem vielleicht, nicht wie gewünscht, nicht wie am Reißbrett entworfen oder im BarbieLand, aber man ist nicht machtlos. 
Ich vertraue meinen Kindern, aber sie sind eben noch nicht annähernd erwachsen oder eigenverantwortlich. Die Beschützerinstinkte entsprechend also riesengroß. Meine.
Regula sagt weiter oben, dass man nie aufhört, sich zu sorgen, das ist bestimmt so, auch wenn ich natürlich tief drin die Hoffnung habe und nähre, dass es nachlässt. Auf wundersame Weise. Ein Irrglaube, fürwahr. Egal. Ich halte noch ein bisschen dran fest.
Und danach möchte ich es am liebsten wie Ghislana sehen, hoffnungsfroh und zuversichtlich.
Sei lieb gegrüßt. Es freut mich zu lesen, dass Du Deine Geschichte für Dich so umsetzen konntest, dass sie Dein Heute nicht mehr verdunkelt.
Danke für Deine Worte. Und das Teilen einer so persönlichen Sicht auf die Dinge.
Nina



"Ja, Angst essen Seele auf. Und da nützt das lauteste Pfeifen auch nichts. 
Ich bin in dieser Hinsicht ja eigentlich eher pragmatisch unterwegs und habe familiär ein dickes Fell antrainiert bekommen, aber auch ich merke sie deutlich, diese Angst ums Kind, um die Familie, um das kleine glückliche Leben.
Mir gelingt es zum Glück ganz gut, immer wieder rauszukommen- an diesem Wochenende half mir dabei eine Einladung zum Schlachtessen (*blärch*- die semi-vegetarische Variante geht, aber der Geruch! Da hilft nur viel Alkohol.), ein mehrstündiger Kassendienst beim Kinderkleiderbasar, ein Martinszug, ein Whiskytasting (wiederum sehr wenig Alkohol, dafür sehr genussreich), ein Familiensonntag mit Kucheneinladung und Nachrichten/Social Media nur am Rande. Keine Zeit also für Berichterstattung und ich war froh drum.
Ich kann mich noch sehr gut an die Erstarrung und das furchtbar tiefgehende Entsetzen erinnern bei 9/11. Ich konnte keine Nachrichtensendung abschalten, aber trotzdem war das ja so weit weg, nicht wirklich nah.
Paris ist so nah. Ich habe mir nicht mehr Nachrichten angeschaut als sonst, ich will keine Augenzeugenvideos sehen, die Namen der Attentäter interessieren mich nicht (man sollte sie nur bei diesem einen Namen nennen: die Attentäter. Ein eigener Name wäre zuviel Vermenschlichung. Sie haben sich mit ihrer Tat aus dem Kreis der fühlenden Wesen selbst herausgeschossen, es steht ihnen nicht zu einen Namen zu haben. Sie sollen der ewigen Vergessenheit anheimfallen.)
Ich habe auch mein Profilbild nicht geändert, kein Hashtag, kein Irgendwas. Trotzdem denke ich ständig an die Menschen dort.
Hier können wir etwas bewirken. Wir können die Flüchtlinge aufnehmen, sie integrieren, ihnen echte Bildung zukommen lassen, sie behandeln wie Müller und Schulze auch, und dann, nur dann haben wir eine Chance, das sich so etwas hier in unserem Umfeld nicht wiederholt.
Die Attentäter waren Franzosen. Geboren und aufgewachsen in Frankreich. DAS macht mir tatsächlich am meisten Angst.
Hab es schön, geniess deine Kinder. Und die Katzen. Wir haben nur dies eine Leben, es lohnt nicht es an die Angst zu verschwenden.
Fühl dich gedrückt, schön von dir zu hören.
<3
Doro"

Liebe Doro, 
bewegte Bilder habe ich komplett gemieden. Das ist nicht schwierig, denn der Fernseher läuft hier auch ansonsten nicht. Genau so wenig wie das Radio.
Mir sind das schon in guten Zeiten zu viele Reize. Zu viele Bilder und Worte, die mir in Hirn und Kleidung haften bleiben und die ich in dieser Geballtheit nicht verarbeitet bekomme.
Umso schrecklicher mir vorzustellen, was dort am Wochenende gezeigt wurde. Ich wollte es nicht sehen. 
Die Wirkung war auch ohne wie im September 2001. Und ja, viel näher, geographisch. 
Der Schrecken sass in allen Knochen und ich wäre froh gewesen um einen so abwechslungsreich befüllten Terminkalender, wie Du ihn hattest.
So habe ich ein bisschen hier und ein bisschen da einfach "stabil abgehangen" (wie meine Freundin Sabine so sagt) und mir die Ruhe angetan. Plus Gespräche. Seelenpflege, auf eine Art.
Wir können jede Menge bewirken, davon bin ich auch überzeugt. Und dennoch, so ein bisschen ist es wie bei Terminator 2, manch einer sieht nur aus wie ein Mensch und hat tatsächlich kein Herz und kein Blut unter seiner Haut, sondern eine Titanlegierung. Ob ihm das ein Namensrecht abspricht oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen, aber diesen Wesen, die wie Menschen aussehen, fehlt jede Empathie. Sie sehen ihr Gegenüber - je nachdem, wer es ist - auch nicht als Lebewesen mit Gefühlen und einer Familie an. Nur warum nicht? Wann ist das abhanden gekommen? Wie wird man so? Ich begreife das nicht.
Sei umarmt, ich drücke Dich dolle.
Nina



"Liebe Nina, 

angesichts der sowohl inhaltlich als auch grammatisch empörenden Mitteilung "Ihr Darf höchstens 4.096 Zeichen umfassen-Code kann nicht übernommen werden" habe ich das, was ein offenbar GANZ LEICHT ausufernder Kommentar werden sollte, dort hingetan:

https://kleineviecher.wordpress.com/2015/11/17/kommentar/

Sei fest umarmt. Hab keine Angst oder nimm sie zumindest ein bisschen in den Arm, die Angst, wenn sie sich nicht beruhigen kann. Schlaf gut. Ich hab Dich lieb.

Maike"

Maike, meine Maike.
Eine Gänsehaut habe ich. Wieder und wieder, wenn ich lese, was Du schreibst. Wie viel von Dir Du gibst, um mir etwas Gutes zu tun.
Und an so vielen Stellen bin ich so bei Dir. Nicht so entschlossen wie Du, nein, dafür fehlt mir sicherlich ein Hauch Deines "Fatalismus".
Aber ich verstehe gut, was Du sagen möchtest und es hilft mir.

Eine Stelle möchte ich hier hineinkopieren, aber lesenswert ist jedes Wort.

Statistisch ist die Gefahr, einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen, nahezu nichtig. Die Destabilisierung, die sie damit erzielen, diese armseligen Geschöpfe, bleibt abzuwarten. Diese Destabilisierung jedenfalls findet zuallererst in unseren Köpfen statt, ehe sie sich statistisch wirksam manifestiert.
Jede Sekunde meiner Angst ist eine Sekunde, in der sie von mir bekommen, was sie wollen.

Maike, das ist ein solches Mantra. Ich danke Dir.
Danke für Dich und  Deine Worte, heute und immer. Danke für Deine Freundlichkeit, Dein Ver-/ Zutrauen und Deine Wärme. Du bist ein wunderbarer Mensch.

Und ich um eine Antwort verlegen, die Dir und Deiner Mühe mit mir auch nur annähernd gerecht wird.

Zurückliebgehabt.
Danke.
Nina


°°°°

Samstag, 14. November 2015

Hab keine Angst, mein Kind.

Bevor ich Mutter wurde, beschäftigten mich Gedanken aus meinem Erfahrungsschatz, eine Mischung aus selbst Erlebtem, selbst Gefürchtetem und natürlich dem, was durch andere Menschen an mich heran getragen wurde.

Würde das Kind gesund zur Welt kommen? Könnte ich es begleiten und aufziehen, wie es richtig wäre (was auch immer "richtig" bedeuten mag)? Könnte ich überhaupt einen solch großen Schritt weit weg von meinen eigenen Bedürfnissen und meinem Egoismus bewerkstelligen? Oder vielleicht mit Schrecken feststellen, dann, wenn es schon "zu spät" ist, dass ich es nicht kann?

Und was dann?

Wenn wider Erwarten dann diese Dinge doch irgendwie funktionieren, dürften wir in Ruhe leben? Würden wir gesund bleiben? Gemeinsam sein, bis die Kinder erwachsen sind, oder würde jemand aus unserer Mitte gerissen durch Krankheit, Unglück, den bösen Willen fremder Menschen?

Könnte ich meine Kinder beschützen?

Kann ich der Justiz unseres Landes vertrauen? Kann ich mit Fug und Recht sagen, jede Straftat wird immer gesühnt, so, wie es "gerecht" erscheint? 

Könnte ich, vom Extremfall ausgehend, und sei es beobachtend, weil der Einschlag in unserer Nähe stattfand, der Hypothetische, der Gefürchtete, der, der in meine Träume kriecht, wenn ich nicht gut aufpasse, den ich trotzdem von den Kindern fernhalte, um nicht auch sie zu beschweren damit, könnte ich sagen, sie sollen keine Angst haben?

Könnte ich sagen, dass Angst lähmt und beschwert, uns die Freude am Leben nimmt, uns die Unvoreingenommenheit, die Offenheit, die Wärme in der Betrachtung, das Glück gleichmäßig mit einem monochromen Filter überzieht, uns unser Leben klein macht, unsere Spielräume zu Druckkammern werden lässt?

Wo ich doch selbst bisweilen so schlecht herausfinde aus meiner Angst?

Ich stehe hier heute und meine größte Angst ist die, meine Kinder nicht beschützen zu können.

Vor dem, was schon immer war. Krankheit, Willkür, Bösartigkeit, Gewalt, Ungerechtigkeit, Schmerz. Die großen Dinge. Nicht vor schlechten Erfahrungen im Allgemeinen, das gehört zum Spiel dazu, natürlich. Das gehört auch zum Gedeihen und einige meiner wertvollsten Erfahrungen, die, die mir Dinge plausibel gemacht haben und mich haben wachsen lassen, waren die Schmerzhaftesten unter ihnen.

Es kommt der Moment, in dem ich am liebsten nichts mehr wüsste. Nicht wüsste um so viel Brutalität in einer Sinnlosig- und Wahllosigkeit, verteilt -wie letzte Nacht in Paris- auf Menschen, die das Leben genießen wollten, einfach so. Die niemandem Leid zufügten, sondern Musik hören wollten, eine Tasse Kaffee, ein gutes Essen, das Miteinander.

Wie lasse ich meine Kinder hinaus in die Welt?

Wo bekomme ich, deren Königsdisziplin die Entspannung ohnehin noch nie war, die aber über die Jahre als Mutter einen ganz guten Flow und ein Gleichgewicht erlangt hatte, meine Leichtigkeit wieder her, mein Kind in die Welt zu entlassen und zu sagen:

"Hab keine Angst, mein Kind." ?

Ich weiß es nicht.

Zum Heulen ist mir und das nicht nur aus dem egomanen Ding heraus, dass an meine Kinder etwas drankommen könnte. Sondern im Gedanken an alle Kinder, die in dieser Zeit heranwachsen, die selbst Kinder bekommen möchten, wenn sie erwachsen sind. Die sich eine Familie wünschen und mit ihr einfach in Frieden vor sich hin leben. Nicht stumpf, nicht abgewandt, aber auch nicht unter dauerhafter Bedrohung.
Im Gedanken an alle Menschen, Eltern oder nicht, die sich der Aufgabe stellen müssen, das Loslassen nicht zu verlernen, die Angst nicht zum stetigen Begleiter werden zu lassen. 

Schwierig genug ist das.
Und vor dem "Hab keine Angst, mein Kind." steht da doch deutlich ein "Hab keine Angst, Mama."

Wenn ich nur wüsste, wie.

Dienstag, 1. September 2015

Upcycling-Dienstag September 2015 - letzte Runde.

Hier sammeln wir im September 2015 zum letzten Mal Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Wer keinen Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden. Bitte verwendet nur Fotos, an denen Ihr die Bild- und Motivrechte innehabt.

This is where we collect upcycling ideas for September 2015 for the last time. Feel free to join us (does not have to be a new posting, a good idea never grows old :-)). We gather and share our projects on Pinterest, please do only join in if you are fine with that. Furthermore it is important that you hold the rights to the pictures you are posting.


Auch beim Upcycling-Dienstag für September könnt Ihr Euch in Sachen Nachhaltigkeit und Wiederverwertung / Zweckentfremdung gerne hier austoben, egal an welchem Wochentag, Hauptsache, er liegt innerhalb von  09/2015. Ältere und neue Projekte sind willkommen, kleine und große, einfache und knifflige. Das Linktool findet Ihr am Ende des Postings.

Ihr könnt Euch von Eurem Blog aus hier verlinken oder aus Eurem Instagram-Account heraus, das ist eine Neuerung bei InLinkz und hier (*klick*) könnt Ihr nachlesen, wie es geht. Das mag ja doch praktisch sein, wenn man entweder nicht bloggt oder Zeit / Lust nicht fand.

Ein Backlink ist übrigens meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit, leider nicht für jede(n). Denkt bitte daran, ich mag das nicht anmahnen müssen. Danke.

It's a linkparty now, I thought that might be easier and more transparent for you. I'll pin on Pinterest anyway, so hopefully this is the nicest way for all of you to join in and to have a good overview over the other projects. You join in from your blog or your Instagram account - don't forget the backlink.

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Liebe Menschen nah und fern, mit diesem Upcycling-Dienstag habe ich mehr gehakelt als mir gesund vorkommt. Und bin zu dem Entschluss gekommen, dass er der Letzte seiner Art sein soll.

Gerne erzähle ich Euch ein bisschen dazu, es ist mir wichtig, auch wenn der Entschluss steht, man einfach den Laden dicht machen könnte und gut. Aber viele von Euch tragen unsere illustre Runde durch ihre guten Ideen und ihre Hingabe. Das ist so schön und bedeutet mir auch immer noch viel.

Mein Leben hat sich nur verändert und mit ihm zum einen meine Online-Gewohnheiten, zum anderen aber auch mein Gefühl zu "diesem Internet".

Durch das Bloggen sind viele wundervolle Menschen in mein Leben getreten, in kleinen oder großen Rollen, in regelmäßigem oder sporadischem Kontakt. Viel Herzlichkeit, viel Wärme und sehr viel Inspiration und Freude ziehe ich aus diesen Bekannt- und Freundschaften. Allein dafür möchte ich mich auch nicht komplett vom Werkeltagebuch trennen.

Aber mein Mitteilungsbedürfnis in ein Publikum, das eben doch zu 90% im Dunklen liegt, ist quasi nonexistent. Natürlich ist auch noch Kreativität in unserem Alltag, aber den Impuls, die Ergebnisse zu teilen, verspüre ich beispielsweise gegenwärtig nicht mehr. Es gibt noch Fotos, Urlaub, Gedanken, aber sie finden hier gefühlt keinen Platz mehr.

Das mag eine temporäre Geschichte sein, aber ich möchte keinen Druck verspüren, in Sachen Blog performen zu müssen, er war immer als bunte und erholsame Freizeitnische konzipiert.

Ob, wann und wie es hier weiter geht, entscheidet also das Lustprinzip, dafür brauche ich aber die Freiheit, an keinerlei Termine etc. gebunden zu sein. So verabschiedet sich nun nach reiflicher Überlegung der Upcycling-Dienstag, Eure Beiträge aus dem September übertrage ich noch zu Pinterest und freue mich dann im Rückblick daran, was für eine großartige Sammlung dort über die Jahre entstanden ist.

Dankeschön von ganzem Herzen, dass Ihr dabei (gewesen) seid, Eure Begeisterung und guten Ideen teilt. Upcyclen tut man Gottlob ja für die gute Sache, nicht für eine Linkparty.

Alles Liebe, Nina

This is our final Upcycling Tuesday as I do not feel the way I should when it comes to blogging anymore. It's not that anybody had been mean to me or that I am too busy (I am busy, though), just the emotional connection is not what it was anymore. There is still creativity and inspiration in our lives but I have no desire whatsoever to share the output online. No idea why this is so, might be a general thing when it comes to "the internet" and an audience that lies in the dark by approximately 90%.
This blog is supposed to be my niche and a place of joy. Feeling the pressure of having to perform does not work for me. Home-made pressure, of course. Don't get me wrong.
So I am sending you the best of wishes, hoping you enjoyed our upcycling-get-together as much as I did.
Many happy days. Nina



Dienstag, 7. Juli 2015

Sommerpause beim Upcycling - Dienstag

Liebe Upcyclerinnen (die damit unterschlagenen Männer mögen sich bitte trotzdem angesprochen fühlen und es als Appell an ihre weibliche Seite positiv bewerten), der Upcycling-Dienstag macht wie jedes Jahr im Juli und August die Schotten dicht und ich verabschiede mich in die Sommerferien.

In Anbetracht des (*räusper*) ausgesprochen regen Treibens auf diesem Blog könnte man meinen, da wäre ich schon gewesen, dem ist aber leider mitnichten so und ich gönne mir und meinen Lieben nun eine Pause überall da, wo es möglich ist. Zum Beispiel hier.

Am 1. Dienstag im September geht es weiter, dort könnt Ihr dann rückwirkend alles verlinken, was Ihr gegebenfalls trotz Hitze, Urlaub, Krea-Tief oder was auch immer erschaffen habt. Freu ich mich drauf.

In diesem Sinne - wunderbare Ferien! Nina

As every year we're on holidays in July and August, enjoy a great summer, we'll be back on the first Tuesday in September. All the best, Nina


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Dienstag, 2. Juni 2015

Upcycling - Dienstag Juni 2015

Hier sammeln wir im Juni 2015 Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Wer keinen Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden. Bitte verwendet nur Fotos, an denen Ihr die Bild- und Motivrechte innehabt.

This is where we collect upcycling ideas for June 2015. Feel free to join us (does not have to be a new posting, a good idea never grows old :-)). We gather and share our projects on Pinterest, please do only join in if you are fine with that. Furthermore it is important that you hold the rights to the pictures you are posting.


Auch beim Upcycling-Dienstag für Juni könnt Ihr Euch in Sachen Nachhaltigkeit und Wiederverwertung / Zweckentfremdung gerne hier austoben, egal an welchem Wochentag, Hauptsache, er liegt innerhalb von 06/2015. Ältere und neue Projekte sind willkommen, kleine und große, einfache und knifflige. Das Linktool findet Ihr am Ende des Postings.

Ihr könnt Euch von Eurem Blog aus hier verlinken oder aus Eurem Instagram-Account heraus, das ist eine Neuerung bei InLinkz und hier (*klick*) könnt Ihr nachlesen, wie es geht. Das mag ja doch praktisch sein, wenn man entweder nicht bloggt oder Zeit / Lust nicht fand.

Ein Backlink ist übrigens meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit, leider nicht für jede(n). Denkt bitte daran, ich mag das nicht anmahnen müssen. Danke.

It's a linkparty now, I thought that might be easier and more transparent for you. I'll pin on Pinterest anyway, so hopefully this is the nicest way for all of you to join in and to have a good overview over the other projects. You join in from your blog or your Instagram account - don't forget the backlink.

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Gesundheitlich war der Mai leider auch eher suboptimal, aber gut, dass das jetzt Geschichte ist und wir uns freudig dem Sommer entgegen wenden. Bestimmt wird der Juni ein Supermonat, wir feiern 2 Kindergeburtstage und auch die Kindergartenzeit des kleinen Krawallix neigt sich dem Ende zu. Bald ist er ein Schulkind, was schon tendenziell unfassbar erscheint.

Last month was mediocre, kind of, especially healthwise. But that's history now and we are looking forward to a month full of summer and sun. June is going to be awesome, no doubt, as there are two little people's birthdays to be celebrated and kindergarten is coming to an end as well. Unbelievable as it is, but my little boy will soon be a schoolchild. That was fast.

Wunderschön hingegen (Überleitung aus der Hölle) ist die Fortpflanzungsfreude in meinem Freundeskreis, zwei neue Jungs gibt es, über die ich mich wahnsinnig freue. Die Eltern des einen sind schon in der zweiten Runde und haben dadurch naturgemäß eigentlich alles am Start, was man an Ausrüstung so braucht.

Among my friends there are two families who just had a baby and I am very happy for them. The one couple had their second boy already and so they are well-equipped and do not particularly need anything.

Aber einen Rasselpinguin kann man irgendwie immer gebrauchen und so wurde aus einer Trümmerhose meines Lieblingsmädchens dieser Geselle nach der Anleitung von The Purl Bee und mit einem kleinen Klimperdings im Bauch.

But as the old Iranian saying tells us : "Everybody needs a rattle penguin" - so this little guy came to life after the amazing pattern and tutorial by The Purl Bee. It basically consists of a wrecked pair of jeans my favourite girl keeps generating, lovely, and a rattling thingy substituting his internal organs.

Rasselpinguin / Rattle penguin


Meine anderen Freunde sind Ersteltern. Aber sie wohnen weit weg und ich habe keine Ahnung, was denen noch fehlt bzw. worüber sie sich freuen würden. Also gibt es "wat Praktischet" - Spucktücher. Nach diesem Schnitt, die Konstruktion ist quasi selbsterklärend, und aus alten Handtüchern, zumindest zur Hälfte. Der Hase entstand übrigens nach einer kostenlosen Stickdatei von Nette von Regenbogenbuntes. Er ist aus einem schadhaften Shirt, schon älter, passte aber so schön dazu.

My other friends are first-timers but living quite far away. Have no clue whatsoever what they might need so I came up with something handy - burp cloths. The pattern is this and the way to go is pretty self-explanatory. Old towels did a good job here. The rabbit is not new but looked nice with the cloths, it was made from an old shirt with a free ITH embroidery design by Nette / Regenbogenbuntes.



Der kleine Krawallix brauchte noch Schlafanzughosen für den Sommer, die entstanden aus einem ollen Spannbettlaken, das schon deutlich bessere Zeiten, zum Beispiel vor seiner Durchlöcherung gesehen hat. Der Schnitt, wie immer in so einem Fall, ist "Machmalhalblang" von Farbenmix. Hier unser Modell "Angler" und daneben "Pirat".

The little man was in need of lower parts of pyjamas for the summer, those were made from an old and partly torn bed sheet. The pattern is Machmalhalblang by Farbenmix. Here you can see our model "fisherman" and "pirate".


Ansonsten noch ein bisschen Kleinkram, dieser (nach meinem Geschmack wenig famose, aber dennoch heiß geliebte) Ballon hat es gerade mal von der Kirmes bis zu uns geschafft, dann war schon ein Loch drin.
Der große Junge fand das ziemlich betrübend, also habe ich das Ding mit dem Inhalt eines alten Kissens gefüllt und so gut es ging unsichtbar zugeklebt. Das hat ihn sehr gefreut. Jetzt steht es rum. Hurra.

Apart from that there's only little stuff like for example this not too beautiful balloon that captured my big boys heart instantly. But on the way back from the fun fair it already lost its air and its new owner was sort of very sad.
Although this led to the thing staying with us I stuffed it with the filling of an old pillow and tried to fix it with Sellotape. It worked. Boy happy.

Hässlicher Luftballon ohne Luft macht Kind traurig

Hässlicher Luftballon ausgestopft und Kind glücklich gemacht

Die so ziemlich letzte böse Schublade im Haushalt findet ihren Frieden mit lauter Dingen, die sonst in den Verpackungsmüll gewandert wären. Zucchini-, Blaubeeren- und Kiwi-Schalen sowie ein Schraubbehälter aus Plastik, der vormals Tabletten enthielt, tun hier einen guten Dienst.

Finally got to the point where the last really messy drawer is not that anymore. This happened with the help of different package material like kiwi trays and a screw-top container formerly used for pills.

Aufgeräumte Schublade mit der Hilfe diverser Verpackungsschalen

Seid also lieb gegrüßt, sehr freu ich mich auf Euch und Eure Ideen und Projekte. Alles Liebe und einen wunderbare Monat von Nina

Kindest of regards, may June be great, I am looking forward to all your ideas and projects. Nina 

linked @ creadienstag

Samstag, 23. Mai 2015

Alle meine Ängste ... #einBuchfuerKai

Update:
Es ist inzwischen genug Geld zusammen gekommen, um der Familie den schlimmsten Druck zu nehmen. Kais Frau Raja schrieb bei FB, von hier an schafften sie es ohne weitere finanzielle Unterstützung. Ist das nicht wunderbar?

Liebe Menschen nah und fern, im Titel dieses Postings steht eigentlich schon alles.

Ein Mann, den ich nicht persönlich kenne, liegt im Koma, plötzlich, kurz vor seinem 45. Geburtstag, und seine Familie hat zu allen emotionalen Belastungen auch Sachzwänge zu bewältigen. 

Wir in diesem Kosmos, der soziale Medien heißt und dennoch so vielschichtig ist (unter anderem mehr oder weniger sozial), können helfen, ein bisschen Not zu lindern für die Familie von Kai-Eric Fitzner.

Wenn Ihr etwas tun möchtet, er hat "Willkommen im Meer" geschrieben, ein schönes, lesenswertes Buch mit viel Herz und vielen guten Gedanken. Der Weg führt zu einem Onlineshoppingportal, das hier für gewöhnlich nicht verlinkt wird, aber sie verzichten auf ihre Provision und pro Buch (Print) kommen damit 7,68€ für den Autoren zusammen.

Alle Informationen findet Ihr auf der dafür im Blog von Johannes Korten eingerichteten Seite.
Übrigens sind auch Direktspenden möglich, ohne Umweg über "Willkommen im Meer".

Hoffentlich wird er gesund. 
Viel Glück und von Herzen alles Gute, liebe Familie Fitzner.

Nina


Dienstag, 5. Mai 2015

Upcycling-Dienstag Mai 2015 / Upcycling-Tuesday May 15

Hier sammeln wir im Mai 2015 Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Wer keinen Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden. Bitte verwendet nur Fotos, an denen Ihr die Bild- und Motivrechte innehabt.

This is where we collect upcycling ideas for May 2015. Feel free to join us (does not have to be a new posting, a good idea never grows old :-)). We gather and share our projects on Pinterest, please do only join in if you are fine with that. Furthermore it is important that you hold the rights to the pictures you are posting.


Auch beim Upcycling-Dienstag für Mai könnt Ihr Euch in Sachen Nachhaltigkeit und Wiederverwertung / Zweckentfremdung gerne hier austoben, egal an welchem Wochentag, Hauptsache, er liegt innerhalb von 05/2015. Ältere und neue Projekte sind willkommen, kleine und große, einfache und knifflige. Das Linktool findet Ihr am Ende des Postings.

Ihr könnt Euch von Eurem Blog aus hier verlinken oder aus Eurem Instagram-Account heraus, das ist eine Neuerung bei InLinkz und hier (*klick*) könnt Ihr nachlesen, wie es geht. Das mag ja doch praktisch sein, wenn man entweder nicht bloggt oder Zeit / Lust nicht fand.

Ein Backlink ist übrigens meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit, leider nicht für jede(n). Denkt bitte daran, ich mag das nicht anmahnen müssen. Danke.

It's a linkparty now, I thought that might be easier and more transparent for you. I'll pin on Pinterest anyway, so hopefully this is the nicest way for all of you to join in and to have a good overview over the other projects. You join in from your blog or your Instagram account - don't forget the backlink.

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Ein unkreativer April liegt hinter mir, kaum Zeit blieb für die schönen Dinge, dennoch war es natürlich kein schlechter Monat. Unkreativ eben. Kommt vor.

After being highly uncreative during April (not by choice) I must say, it was not a bad month at all, just not very inspiring. Happens. Not to worry.

Aber der Upcycling-Dienstag hält auch mich zur Disziplin an und so gibt es Kleinigkeiten zu zeigen, fangen wir an mit dem Rucksack, der ursprünglich von der Firma mit der Wolfstatze ist, für die ich aber zum einen nicht mehr Werbung laufen möchte, zum anderen wurde er nach nun doch schon langer Zeit im Einsatz etwas wurmstichig. 

But the Upcycling Tuesday keeps me going as well as in keeps me disciplined from time to time, so there are a couple of things to show. Nothing big, but anyway. Let's start with the backpack I did not like anymore. That's partly because I was fed up running around as a breathing advertising column for the manufacturer and partly because it began to fall apart. Has been used for quite some time. 

Von Reparaturarbeiten mal ganz abgesehen, bekam er eine neue Front und sieht nun zwar nicht perfekt aus, aber a) es liegen keine kaputten Hosen mehr vom Lieblingsmädchen hier herum und b) ich trage ihn wo? Auf dem Rücken! Und wer hat da keine Augen? Genau. 

Not going into detail regarding the repair work that had to be done I removed the front and replaced it by something somewhat similar but made from my little girl's torn pairs of jeans. So they don't keep lying around here and although the backpack is far from perfect, it is worn on the back, you know, which means, that's not where my eyes are. 

 
Dieses Lieblingsmädchen wollte zum heutigen "Basteltag" auch etwas beisteuern und hat ihren kaputten Sockenschluffen ins Rennen geworfen. Dessen Sohle. Mit einem ganz wunderbarzauberhaften Kunstwerk, das ich eigentlich zu privat für den Blog finde, aber sie bestand darauf.

This favourite girl actually wanted to contribute to the "handicraft day" and made some sweet piece of art in the sole of her torn slipper. I thought it was too personal to show it here but she does not agree. Meaning she insisted.

Kid's art partly made of a sole / Kinderkunst z.T. aus alter Sohle / Upcycling

Der kleine Krawallbruder hingegen schleppt immer ein Auswahl winziger L*GO-Steinchen durch die Gegend, in geheimen Missionen unterwegs, allzeit gerüstet.

Zu diesem Zwecke wurde ihm eine überarbeitete Pralinenschachtel zuteil, denn die vielen winzigen Steckerchen sind doch allzu schnell perdu und das ist so schade.

The little man himself keeps carrying around the tiniest pieces and bricks of L*GO, always prepared for some secret mission. In order to support his task without losing any of the necessary tools, he got this beautified chocolate box including the handy tray, so he is all delighted. And well-equipped, of course.

Transportbox aus Pralinenschachtel / L*GO transport organizer made of old chocolate box / Upcycling

Transportbox aus Pralinenschachtel / L*GO transport organizer made of old chocolate box / Upcycling

Die Kiste mit den Nähdingen gehörte dringend mal ausgekippt.
Needed to dump the bits and pieces inside the sewing box. 

Zu viel Kram und der auch noch durcheinander / Too much stuff too messy

Und dann sortiert und etwas übersichtlicher gestaltet. Hilfreich daher kamen eine alte VHS-Hülle und diverse Physalis-Körbchen. Fein sind die. Und so vielseitig einsetzbar.

So they got organized and minimized with the help of several physalis baskets and a VHS cover saved from the 80s. 

Organisiert mit VHS-Hülle und Physaliskörbchen / Organized with the help of a VHS cover and some physalis baskets / Upcycling

Organisiert mit VHS-Hülle und Physaliskörbchen / Organized with the help of a VHS cover and some physalis baskets / Upcycling

Auch im Badezimmerschrank.
Those physalis baskets come in very handy inside the bathroom cabinet as well.


Da glänzen sie neben einer Schale, die dermaleinst winzige Kartöffelchen enthielt.
Side by side with this fine box formerly containing potatoes. Tiny ones.

Kartoffelkörbchen im Badezimmerschrank / Potato box in bathroom cabinet / Upcycling

So, Ihr Hasen, denn man los, ich freu mich auf Euch und Eure schönen Ideen und Projekte, genießt einen famosen Mai und habt es wunderbar. Bestens, Nina

So, this is it from my side for May, let's see what you've got, I am very much looking forward to all your ideas and projects. Be safe, take good care and enjoy spring. I hopefully will. Love, Nina

Linked @ creadienstag