Freitag, 29. Juni 2012

Frage - Foto - Freitag

Wieder ist eine Woche um und gerne versuche ich (entgegen meiner schwatzhaften Natur), Steffis Fragen so bildreich und wortkarg wie möglich zu beantworten. Also:

1) Etwas an Deinem Arbeitsplatz?
Der böse Rotstift.


2) Was gab's zum Halbfinale?
Seit der Umräumaktion vor ein paar Wochen haben wir kein ausreichend langes Antennenkabel mehr. Macht nix, ich gucke eh nicht. 


3) Süß?
Die Snack-Büchse des kleinen Krawallix. Sie hat ihn bereits zum ersten Schnuppervormittag in den Kindergarten begleitet.


4) Neu?
Farbiger Autogurt von hier *klick*. Gefällt mir besser als Gurtband. Und wer unter einem so chronischen Taschenmangel leidet wie ich ... *flöt*


5) Alt, aber trotzdem noch toll?
Meine Puppe aus der Kindheit. Sie wohnt auf meinem Nachttisch und sieht nur noch so gut aus, weil die Kinder nicht dran dürfen.


Beste Grüße und ein wunderbares Wochenende wünscht Nina. Wer sich mit seinen Antworten verlinken will, kann das hier *klick* tun.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Empört isse

Gerade habe ich die Kinder aus der Schule abgeholt. Der Weg führt durch ein winziges Waldstück, in dem sich ein Spielplatz befindet. Der ist etwas vernachlässigt, die Jugend des Stadtteils entlädt ihre Langeweile bisweilen gerne dort. 

Den kleinen Krawallix auf dem Dreirad vor mir her schiebend sehe ich einen älteren Mann unter einem Spielgerät, der seelenruhig mit einer mitgebrachten Schaufel Rindenmulch in einen ebenfalls mitgebrachten großen Sack befördert. Wenige Meter daneben spielt ein Vater mit seiner kleinen Tochter und wartet auf sein Schulkind.

Auf mein Gestikulieren hin winkt der Vater, den wir flüchtig kennen, nur ab. Also spreche ich den älteren Herrn an der "Selbstbedienung" allein an und frage ihn freundlich, was er da tut. Er wendet sich mir einmal kurz zu und behauptet, dieses Spielgerät würde ohnehin abgebaut und widmet sich weiter der Beschaffung.

Damit war das Gepräch für ihn zuende. Er reagierte nicht mehr, nestelte aber durchaus hektisch seinen Transportsack zu, auf einmal in Eile. Zwar bin ich losgeworden, dass ich meinen Kindern beibringe, dass Diebstahl nicht geht und es erschütternd finde, dass er die Kinder beklaut, von seiner Vorbildfunktion als Erwachsener mal abgesehen. Schweigen. Also habe ich ihm gesagt, dass ich, wenn er jetzt nicht mal so viel Respekt hat, wenigstens zu antworten, sofort die Polizei rufe, denn immerhin beginge er eine Straftat.

Sein Fahrrad mit dem Sack randvoller Rindenmulch schiebend, kam er in meine Richtung. Aus der Nähe konnte man erst erkennen, dass er mindestens Mitte 80 war und 2 Hörgeräte trug. Es fand ein kurzes Gespräch statt, in dem ich merkte, dass ich ihn erschrocken hatte, er gab mir Recht, es sei nicht in Ordnung. Nun ja.

Unfaßbar ist für mich, wie man so selbstverständlich am hellichten Tag öffentliches Eigentum entwenden kann, auch keineswegs spontan, und wie man als Vater, dessen Kinder dort spielen, daneben steht und abwinkt. Wen ich schlimmer finde, weiß ich fast nicht.

Gehört wahrscheinlich nicht hier hin, aber ich bin so geladen, das mußte mal raus. Klar ist auch, dass der, der unbequem ist und andere konfrontiert, nicht der ist, der Sympathien auf sich zieht. Frauen gelten dann gern als zickig oder hysterisch (trotz ruhigem, aber nachdrücklichem Tonfall), der erwähnte Vater macht künftig bestimmt einen Bogen um mich. Von wegen "Haare auf den Zähnen" und so.

Euch allen dennoch einen schönen Tag, die Sonne scheint ungeachtet aller Deppen, die unter ihr langwandern. Endlich! Nina

Dienstag, 26. Juni 2012

Upcycling - Dienstag #26

Hier sammeln wir heute zum letzten Mal vor der Sommerpause Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder hier.

Wieder los geht es am ersten Dienstag im September, das ist der 04.09.2012, und ab dann wie gehabt im wöchentlichen Turnus.


Diese Woche hatte ich Hilfe, lasst uns ruhig offen sprechen :-). Heißt, wir haben zu zweit den Baumarkt umgepflügt und dann auch gemeinsam gewerkelt, was viel mehr Spaß macht als allein. Außerdem bedanke ich mich an dieser Stelle für viel Geduld und Zeit. Danke!

Dran glauben mußte ein Tischset, das schon seit einem Jahr in der bösen Vorratskammer schlummerte. Die ist ja nun gestüm geworden, wie man hier nachlesen konnte *klick* und so kam auch der gepunktete Vertreter wieder zutage. Schön, aber bis dato total nutzlos.


Beim Entrümpeln der Kammer fiel nicht zum ersten Mal auf, dass gewisse Dinge in meinem Besitz  wie Pan Tau auf einmal klein und unauffindbar sind. Dazu gehören die Heißklebepistole, Schraubendreher und Gartenscheren.
Frisch ist die Erinnerung daran, wie ich mit der Küchenschere durch den Garten kroch und widerborstige Büschel Gras massakrierte. Immer wird die gesamte Werkzeugkiste ausgeräumt, um etwas festschrauben zu können. Und der zwischenzeitliche Verlust des Klebeinstruments war an anderer Stelle schon beklagt worden.
Darum sollte es eine Aufbewahrung für all diese Delinquenten werden. Schont die Nerven und spart Mutters Energie.

Also frisch ans Werk, zugeschnitten wurde das Set


und als Unterbau der von hier übriggebliebene Gipskarton.


Die Ränder der Platten mit Gewebeband umklebt


und die Set-Streifen mit doppelseitigem Klebeband darauf befestigt.


Bei dem einen Brett nun Einschlagmuttern aus Stahl (M10) in die Rückseite gejagt


und von der Vorderseite mit passenden Schloss-Schrauben bestückt.


Für das andere einen Rest Fahrradschlauch zugeschnitten


und mit Dachpappnägeln draufgehämmert.


Dann bei beiden Brettern in den 4 Eckkreisen die Mitte angezeichnet,


vorgebohrt


und mit Spiegelschrauben (4,5 x 50mm) an der Wand befestigt.


Weil die optisch nicht so recht überzeugen, noch Spiegelhauben mit Gewinde draufgedreht.


Et voilà - an der frisch und freestyle grün gestrichenen Kammerwand findet sich jetzt die Aufbewahrung für die Schraubendreher. An die Lenkrolle, die nur einen Bruchteil kostet von dem, was man z.B. für einen schönen Knauf latzen muss, wird die Klebepistole per S-Haken geklemmt.


Daneben wohnen die Gartenscheren.



Und beim Seitenblick in die eher dunkle und beengte Vorratskammer sieht es so aus. Eine Frontalaufnahme ist nicht möglich, es sei denn, man kann sich schrumpfen.


Sö, vielleicht findet Ihr, das Projekt macht nicht viel her, aber ich sage Euch, praktischer geht es (für mich) nicht. Mehrmals täglich werfe ich einen triumphalen Blick in Richtung sich sonst gern absentierender Dinge und lächele siegreich.

Allerliebste Grüße von Nina, die sich auf Euch und Eure guten Ideen freut. Habt einen schönen Tag. Und es wäre wunderbar, wenn Ihr ab September wieder mitwerkelt, ist so viel schöner als allein.

Sonntag, 24. Juni 2012

Spitzenkissen, praktische Übertöpfe und ein neues Spiel

Heute haben wir viel rumgelungert, aber trotzdem ein bißchen was getan bekommen. Da bei regnerischen Verhältnissen keinerlei Outdoor-Aktivitäten auf dem Plan standen, konnte ich mich zwei kleineren Projekten widmen und zudem spielen und vorlesen. Und das Fahrrad des großen Krawallix für das morgige Training in der Schule fit machen, das hat nur mäßig geklappt und noch viel weniger Spaß gemacht. So.

Schon seit 2 Wochen lag ein UFO auf dem Tisch mit der wunderbaren SpitzenWerk-Datei und dazugehörigem Webband von Kleiner Himmel. Mich hat gereizt, beide mit Kontrast zu verarbeiten und da bot sich das vielgeliebte Malervlies an. Genug geschwafelt, so sieht die Stickerei aus,


so die Webbänder


und verschönert wurde ein schwedisches Kissen mit interessanten Maßen, aber auf Dauer anstrengendem Muster.


Wie gewohnt war das Malervlies divenhaft veranlagt und mußte von beiden Seiten mit Küchenrollenstreifen genäht werden, sonst wäre es krumm und schief geworden. Kann man nachher gut rückstandslos entfernen.


Das Ergebnis sieht so aus, wenn auch eigentlich nicht ganz so knautschig. Hinten ist ein Hotelverschluß und man muss beim Wenden und Kissenverklappen darauf achten, die Hülle nicht zu sehr zu dehnen, das Malervlies kann reissen.


Außerdem wurde einer schmuddeligen Ecke zu Leibe gerückt mit Hilfe dieser ausgedienten Übertöpfe (die sind m.E. auch vom Schweden?).


Mit einem Rest Vinyltischdecke gefüttert hängen sie nun, gehalten von einem S-Haken, für den vorher ein Loch gebohrt wurde, an der Heizung, auf der der Inhalt sonst wild durcheinander flog. Besser.


Schon vor längerer Zeit hatten wir mal 2 größere Übertöpfe als Aufbewahrung für Gästehandtücher und Waschlappen an die Wand geschraubt, gefällt mir auch immer noch. Und ja, die Trolle wohnen da das ganze Jahr. In 6 Monaten ist sowieso schon wieder Heiligabend :-)


Unser neues Spiel "Lobo 77" ist für Kinder geeignet, die schon zur Schule gehen und Kopfrechnen im Zahlenraum bis ca. 80 nicht scheuen bzw. spielerisch üben sollenwollen. Die Altersempfehlung "ab 8" ist deswegen sicherlich okay, manche sind da vielleicht mit 7 schon fit genug. Spaß macht es uns sehr.

°°° Bild entfernt °°°
(Werbung von Herzen ohne damit verbundenen Nutzen oder was auch immer)

Ganz liebe Grüße, einen schönen Sonntagabend und einen wunderbaren Start in die Woche von Nina.

Freitag, 22. Juni 2012

Frage - Foto - Freitag

Frage - Foto - Freitag bei Steffi, hier meine Antworten.

1. Worüber denkst du gerade nach?
Über die Post von der DKMS. Tatsächlich bin ich als mögliche Spenderin für einen Patienten in der engeren Wahl und habe diese Woche 30ml Blut für die Kontrolluntersuchung abgegeben. Spannend und aufregend ist das. Leider erfährt man in diesem frühen und ungewissen Stadium nichts über den kranken Menschen (nicht falsch verstehen, das würde ich auch nicht öffentlich machen), bei Treffer und Spende immerhin ein wenig. Wenn es Euch interessiert, kann ich Euch auf dem Laufenden halten, aber die Laborergebnisse werden erst in ca. 10 Wochen vorliegen.


2. Ein schöner Moment?
Nach dem Spielen war der kleine Krawallix kurzfristig so erledigt, dass er samt Luftballon mitten am Tag ganzheitlich entspannt und lecker aus dem Köpfchen duftend entschlummerte.


3. Was liest du dieses Wochenende?
Endlich das vor Monden von Nike ausgeliehene Buch. Also nicht komplett, aber ein Anfang wird gemacht.

°°° Jeffrey Euginides - Die Liebeshandlung °°°
(Bild gelöscht)

4. Wovon musst du dringend mehr essen?
Hirsebrei mit Olivenöl, rotem Pesto, Tomatenmark, Basilikum, Pfeffer und Salz, in der Pfanne scharf angebraten. Ist sogar bei den Kindern revolutionär gut angekommen und das will was heißen.


5. Was oder wen fandest du diese Woche niedlich?
Dieses Foto, das Maren vom Monster gemacht hat.


Liebe Grüße und einen wunderbaren Tag wünscht Nina, verlinken für Eure Antworten könnt Ihr Euch hier

Donnerstag, 21. Juni 2012

Nicht quatschen - machen!

Neulich hab ich Euch mal diese leider so wahre Postkarte gezeigt und auch erwähnt, dass sie bei mir ein paar Gedanken ausgelöst bzw. mehr nach vorne geholt hat.


Mein Hauptproblem ist die totale Strukturlosigkeit bei der Lebensmittel-Lagerung. Heißt auf deutsch, im Chaos rutschen Sachen nach hinten und sind dann abgelaufen, wenn man sie wiederfindet. Die (Speise)Kammer heißt in Fachkreisen auch das "Reinwerfzimmer", weißte Bescheid.

Also hab ich gestern einen Schweinehund in der Größe eines Wolkenkratzers überwunden, sie ausgeräumt und sogar im Zuge dessen die verbleibenden Wände grün gestrichen, die darauf schon 2 Jahre warten. Gewartet haben, muss man sagen.


So schön sah es leider nicht überall aus.


Aber jetzt wieder. Ach, was hüpft mein Herz. Manche Dinge sind in den Keller umgezogen, andere aussortiert, der verbleibende Rest wohnt in ordentlichen Körbchen, thematisch sortiert und beschriftet. Erstaunlich, wieviel  Backpulver und Zucker ein einzelner Mensch besitzen kann. Die Fotos sind leider nur mittelmäßig, aber man kann es sich vielleicht vorstellen.




Das war so eine langwierige und ätzende Arbeit, dass ich hoffentlich in meinem Einräumverhalten noch lange davon beeinflußt werde. Und damit auch noch weniger Lebensmittel in die Tonne wandern.

Beste Grüße von Nina und einen schönen Tag. Ich geh jetzt weiter das Vorratsregal streicheln.

Dienstag, 19. Juni 2012

Upcycling - Dienstag #25

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder hier


Heute seht Ihr, wie ich unter Schmerzen den schönen hellblauen Breitcord-Vorhang, der seit fast 5 Jahren in einer Kiste im Keller wohnte, zerschnitt, um etwas Nützliches und Liebgehabtes draus zu machen. 


Diesmal wird es keine Bilderflut vom "Währenddessen" geben (können), denn die Entstehung in Fotos festzuhalten hätte bedeutet, eine Anleitung zu knipsen, die man an anderer Stelle kaufen kann und das wäre nicht schön. 

Auf dem folgenden Bild sind die Schnitt-Teile zu sehen, zu dem Vorhang gesellt sich der Außenstoff eines Schlafsacks des Lieblingsmädchens, an dem 2007 der Reißverschluß kaputt ging. So lange wartet er schon auf seinen Einsatz und durfte erst einmal kurz aufleuchten *klick*.


Verstärkt wurde mit Bodenwischtuch vom Discounter und ein Rest Autogurt flog hier auch noch rum.

Und damit ging ein Herzenswunsch in Erfüllung, so gerne wollte ich dem kleinen Krawallix zum Kindergartenstart eine Tasche nähen und es hat wirklich geklappt!


Der Autogurt wurde mit Webband verziert,


die Applikation ist aus dem Schlafsack-Stoff hergestellt


und das Innenleben auch.


Den Haltering für die Trinkflasche finde ich sensationell.


Auf dem Rücken hat die Tasche ein Fach, in das z.B. ein Buch paßt.


Der neue Eigentümer ist begeistert.



Muss aber noch ein bisschen reinwachsen. Wie auch in die Hose. Es wird wahrscheinlich auf ein Schiebe-Dingeling hinauslaufen, mit dem man die Länge variieren kann. Der Fachterminus darf nachgereicht werden.


So, nun bin ich sehr gespannt auf Euch und Eure Projekte, seid ganz lieb gegrüßt und habt einen wunderbaren Tag. Nicht vergessen, nächste Woche ist noch ein Upcycling-Dienstag und dann gehen wir alle zusammen in die wohlverdiente Sommerpause, um uns am ersten Dienstag im September voller neuer Ideen wiederzutreffen. 
Nina
(die keinerlei Vorteil davon hat oder hatte, ein gekauftes EBook zu verarbeiten. Meine "Werbung" kommt sozusagen von Herzen.)

Kindergartentasche RudiTwo von Lillesol & Pelle,  Dinosaurierstickerei von hier