Dienstag, 30. Oktober 2012

Upcycling - Dienstag #35

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder hier.


Diesmal wurde ein kleines, praktisches Geschenk aus einem Spaziergang-Fund.


Zuerst das Holz sorgfältig feingeschmirgelt, bis es handschmeichlerisch daherkam. Dafür zu Anfang gröberes Schleifpapier (120er Körnung) verwendet und mich schrittweise bis 240 hochgearbeitet.


Das Holz mit Olivenöl eingerieben. Zuerst ein wenig eingepinselt und getupft, um auch eventuelle Unebenheiten zu erwischen, und dann weiter von Hand massiert.


Eine leere Salatsaucenflasche aus dem Fundus hervorgekramt


und 5mm breiten Basteldraht.
 

Die Flasche zweimal mit Filzstoff umwickelt und dann einige Runden eng mit dem Draht. Der Filz hat keinen weiteren Sinn als den, etwas Abstand zwischen Flasche und Draht zu zaubern.


Den Draht mit einer Kombizange gekürzt.


Löcher in das Holz gebohrt (dabei geflucht) und die beiden Drahtenden mit einem Tropfen Holzleim hineingestöpselt.
 

Sieht von oben so aus.


Der Flasche ein Häubchen aus Wachstuchrest und farblich passendem Gummiband aufgesetzt, sie in die Spirale gestellt und einen kleinen Streuer vom Flohmarkt daneben angesiedelt.




Dieses weitere Geburtstagsgeschenk für meine Mutter kann also z.B. befüllt werden mit Salatdressing, pauschal ist es als dekoratives Eßtisch-Nützli gedacht.




Alternativ beglückt man den Streuer mit Zimtzucker und die Flasche mit Chai Sirup (z.B. nach diesem Rezept *klick*), das macht sich auf dem Kaffeetisch gut.

Liebe Grüße an Euch und einen wunderbaren Tag. Bin sehr gespannt, was Euch alles eingefallen ist. Nina, deren Beitrag zum Creadienstag das Tisch-Helferle auch ist.  

Sonntag, 28. Oktober 2012

Fein, aber mächtig. Viel Abwasch. Und ein Rätsel.

Von diesem famosen Kuchen, der gestern gebacken heute zu Hochform aufläuft, wollte ich zumindest mal ein paar Fotos zeigen. Er trägt den unsubtilen und eher weniger sympathischen Namen "Fress-mich-dumm Kuchen" (wer auch immer da die Feder schwang), ist aber auch nur ein Kuchen und konnte nichts bewirken, was die Stilldemenz nicht schon vor ihm irreparabel erledigt hätte.

Die schlechte Nachricht vorweg: Der Abwasch danach ist beträchtlich. Alle Schichten werden einzeln zubereitet, so dass man Teig anrührt und backt, Pudding kocht, einen separaten Topf zum Schmelzen von Butter und Palmfett braucht, in einer Pfanne Nüsse karamelisiert und im Wasserbad die Schokolade schmelzen läßt. Dadurch hat er sich für die erste Klasse der Lieblingskuchen schon disqualifiziert, schmeckt aber trotzdem. Wer es also gerne etwas aufwändiger mag, der ist hier richtig. Rezept nach der Bilderflut.




Und so geht es (entnommen dem Buch "Backwahn" von Dr. O.):

Knetteig: 
250 g Mehl, 3TL Backpulver, 100 g Zucker , 1 Pr.Salz, 1 Ei, 125 g Butter
 

Buttercreme: 
1 P.Vanille-Pudding, 2EL Zucker, 1/2 l Milch
125 g Butter 25 g Kokosfett
 

Belag: 
250 g grob gehackte Walnusskerne, 125 g Butter, 125 g Zucker
50 g Halbbitterkuvertüre
 

Mehl und Backpulver mischen und in eine Rührschüssel sieben. Zucker, Salz, Ei und Butter hinzufügen. Mit Knethaken gut durcharbeiten. Auf bemehlter Arbeitsfläche zu glattem Teig verkneten, auf ein gefettetes Backblech ausrollen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Bei 200° (Umluft 180°) ca 15-20 minuten backen. Boden auf dem Backblech erkalten lassen. 

Puddingpulver, Zucker und Milch nach Packungsanleitung zubereiten und unter Rühren erkalten lassen. Butter und Kokosfett zerlassen, etwas abkühlen lassen, zu dem Pudding geben, gut verrühren und auf den kalten Boden streichen. 

Walnusskerne in Butter und Zucker rösten (Pfanne) und auf die Creme geben, verteilen. 

Kuvertüre in einem kleinen Topf im Wasserbad bei schwacher Hitze zu geschmeidiger Masse verrühren. In einen Gefrierbeutel geben, kleine Ecke abschneiden und den Kuchen mit Kuvertüre besprenkeln. 

Außerdem -und jetzt kommt das Rätsel- hab ich gestern Nacht unter Aufbietung all meiner Geduld, Konzentrationsfähigkeit und Akkuratesse zum ersten Mal was gemacht? 


Liebste Grüße, einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche. Nina

Freitag, 26. Oktober 2012

Schenken und beschenkt werden

Meine Mutter hatte diese Woche Geburtstag und da sie aktuell nicht online ist, ihre Geschenke aber morgen abholen kommt, kann ich hier ein bisschen was zeigen. "Aus Gründen" leider nicht alles, aber immerhin ...

Mein eigenes Nackenhörnchen mit Getreidefüllung hab ich mir zum Geburtstag geschenkt, es stammt aus der Schmiede der guten Linda und konnte hier schon bestaunt werden. Selber versuchen mußte auch mal sein, so sieht also nun das zu verschenkende Gerät aus und für den Anfang bin ich ganz zufrieden. Dass es fünf Kammern hat, zeigt das Bild irgendwie nicht, egal. Und gestaubsaugt muss hier jetzt mal werden, der Dinkel ist ein rechter Hüpfer.

(Beweisbild)

Ein Reißverschlußtäschchen war ebenfalls gewünscht, hier in Breitcord (petrol) plus Staaars-Wachstuch.


Zeigen wollte ich schon länger, allerdings verhindert durch den Urlaub, was anläßlich meines Geburtstages noch eingetrudelt ist und mich zu gleichen Teilen umgehauen und erfreut hat. 

Die liebe Britta hat nicht nur Kronkorken zu Magneten verupgecyclet oder wie man das sagen soll, sondern auch noch eine Tasse bemalt mit meinem Lieblingshobby. Das entlockt mir doch täglich ein Lächeln.


Völlig von den Socken war ich über die Post von Steffi mit der famosen Fabelwald-Einkaufstasche, sie ist unfaßbar schön und wird in Ehren gehalten. Anders als die feine Schoki, die sieht nicht mehr so gut aus wie auf dem Bild (das nicht besser werden wollte). Nun ja. Die zauberhafte Postkarte ist übrigens auch selbstgemacht und Steffi zeigt hier, wie.


Für den diesjährigen Weihnachtsbasar im Kindergarten wurden frühzeitig und unstressig ein paar Kleinigkeiten beigesteuert, hatte auch noch LP-Schalen gemacht, dafür fehlt allerdings der Bildbeweis. Hier also Schlüsselanhänger


und Feuchttuchtäschchen.


 Seid lieb gegrüßt und habt ein wunderbares Wochenende. Nina (heute bräsig) (eigentlich schon die ganze Woche bräsig) (sprechen wir nicht darüber)

Dienstag, 23. Oktober 2012

Upcycling - Dienstag #34

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
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Dem bevorstehenden Halloween-Fest sei heute eine Mini-Werkelei aus altem Bettlaken (oder wahlweise Stoffresten) gewidmet.


Als Assistenten dienten leere Yoghurt-Gläschen unterschiedlicher Beschaffenheit, vorausgesetzt gut stapelbar. Und ein bisschen dünne Plastiktüte zum Zusammenknüddeln. Ohne Bild.


  Hinreichend große Kreise aus dem Laken zugeschnitten.


Sie in (danke, Nike!) Tapetenkleister (dick angerührt) getaucht, gut durchgeknetet und den überschüssigen Kleister mit den Händen abgestreift. Gestriffen?


Die vollegesogenen Laken-Kreise auf den Gläsertürmchen plaziert, in die Mitte des Glases später einen Plastiktütenknüddel unter den Stoff positioniert, damit beim Trocken nicht die Ränder zu sehen sind und oben eher eine Art Rundung entsteht.


Eine Lage klarer (seidenmatter) Sprühlack macht die Sache etwas widerstandsfähiger und verändert die Optik nicht. Wenn getrocknet (im Badezimmer ging es nicht vorwärts, darum mal ein Praktikum auf der Heizung eingelegt), Gläschen und Plastik entfernen.

Augen aus schwarzem Filz zugeschnitten und aufgeklebt. CD-Marker geschwungen.


Hingestellt. Gefreut.



Geht auch in bunt. 




Falls Ihr Euch fragt, wozu das gut sein soll: eigentlich für nüscht. Sind halt Hinstell-Gespenster. Saisonale Deko, fängt Staub, aber macht Spaß. Gefällt mir und den Kindern. Und Euch hoffentlich auch ein bisschen.

Seid lieb gegrüßt, wie jede Woche bin ich sehr gespannt, was Euch eingefallen ist und freue mich sehr, wie regelmäßig Ihr dabei seid. Nina, deren Beitrag zum heutigen Creadienstag die freundlichen Gesellen übrigens auch sind.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Von Menschen, Tieren, Wald und Himmel

Von Donnerstag bis Samstag haben wir Nike und ihre Familie besucht. Das allein wäre schon genug für ein Posting, wir hatten es unglaublich schön und entspannt, die Kinder sind mindestens so euphorisiert wie ich (keine Selbstverständlichkeit) und einmal mehr freu ich mich, seinerzeit mit dem Bloggen begonnen zu haben. Sonst hätten wir uns nie kennengelernt und was wär das schade!

Um es aber dem Medium angepaßt leichter verdaulich zu halten, picken wir uns einen tollen Ausflug vom Freitag heraus : den Kinderbauernhof. Da gab es nicht nur Bienen,


sondern unter anderem auch Pferde, Esel, Kaninchen, Hasen, Katzen, Hunde, Ziegen, Schlangen, Bartagamen und - Schweine. Mein großer Sohn hat für gewöhnlich zwar ein Herz für Tiere, aber eher aus der Ferne. An diesem besonderen Tag nun entdeckte er seine Liebe für Schweine, die er hingebungsvoll streichelte und nur sehr traurig wieder verlassen konnte.


Ein Blick in den Hof, hier kann man auch Kindergeburtstage feiern oder einfach so gemütlich sitzen. Schade, dass wir das nicht um die Ecke haben. Nicht nur wegen der Schweine.


Heute hingegen waren wir -zurück im Ruhrgebiet- auf einem sommerwarmen Ausflug am Cappenberger See. Die Kinder sind mit diversen Geräten gefahren, für die man scheinbar nie zu alt wird, und dann wurde einmal um den See marschiert. 



Den guten Duft des Waldes haben wir ausgiebig getankt und auch ein paar Fundstücke mit heimgenommen. Dazu an anderer Stelle mehr.



Über dem See zeigten sich dann irgendwann doch ein paar Wölkchen, blauen Himmel zu knipsen ist ja langweilig, somit kann ich dann auch noch bei Katjas "In heaven" mitmachen - wunderbar.


Ganz liebe Grüße für Euch, einen schönen Start in die Woche und alles Liebe von Nina

Dienstag, 16. Oktober 2012

Upcycling - Dienstag #33

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder hier


Diesmal mußte wieder ein Teil von Barbaras alter Plattensammlung dran glauben. Danke nochmal für die Spende und spannend, was Du mal gehört hast :-)

Zuerst 2 Töpfe und ein Buch übereinander gestapelt (nicht nur wegen seines Formats an dieser Stelle empfohlen: "Ein Schaf für's Leben" von Maritgen Matter)


und eine LP bei 100°C 2 Minuten auf Backpapier im Ofen erhitzt. Man sieht, wann sie gar ist und kann sie vorsichtig mit den Händen herausnehmen. Dann schnell auf das formgebende Objekt und am besten ein Küchenhandtuch drüber, mit den Händen ausformen. Erkalten lassen. Sah bei mir ein büschen wellig aus.


Wenn einem übrigens nicht gefällt, wie es geworden ist, schmeißt man die Platte schlichtweg nochmal in den Ofen. Das war hier auch nötig.

Dann die deformierte LP Mittelloch auf Mittelloch auf ein unbeschadetes Exemplar geklebt. Den Schritt kann man auch erst am Schluß machen.


Löcher gebohrt, eins rechts, eins links in den "Flügelchen". 


20cm einer 1m langen verzinkten Gewindestange (M6) abgesägt.


Durch die Löcher geschoben, an beiden Seiten mit entsprechenden Flügelmuttern fixiert.


Fertig ist der fancy Klorollenhalter.




Übrigens - bitte nicht zuviel des Lobes, ich hab so einen im Urlaub in einem Geschäft gesehen. Allerdings hatten da die Flügel keine Wellen und es war auch so präzise gearbeitet worden, dass ein echter Rollenhalter drin saß. Der Notbehelf mit der Gewindestange und den Flügelmuttern ist tatsächlich mir eingefallen.

Und jetzt Ihr! Ich freu mich! Habt einen schönen Tag. Nina (die damit auch am Creadienstag teilnimmt)

P.S.: Erstes Übungsobjekt war übrigens eine Schale, das kann ich echt jedem empfehlen, das schnellste Geschenk der Welt und macht richtig was her.