Inzwischen gibt es so viele tolle, lesenswerte und inhaltlich vollständige Beiträge zu BLOGST12, dass die Welt auf meinen nicht gewartet hat. Darum füge ich den
Gedanken vor BLOGST und dem
hymnischen Spontan-Nachgesang vom Sonntag Abend noch hinzu, was ich de facto mitgenommen habe. Heißt, was ändere, plane oder tue ich wirklich? Was geht mir durch den Kopf, wo es nun schon knapp eine Woche her ist und der erste hormonelle Staub sich gelegt hat?
Seid vorgewarnt, ist viel zu lesen und wenig zu gucken.
Rein rechtlich
Nach dem Vortrag von
Christian Solmecke zum Thema "IT-Recht und fleißige Verstöße dagegen in den Social Media" habe ich erst einmal artig gelöscht.
Zum Beispiel
Bilder aus dem Netz, bei denen ich zwar die Quelle angegeben und verlinkt hatte, aber wie wir lernten, halbiert das die Strafsumme nur, sofern man sich nicht vorher die Freigabe zur Veröffentlichung eingeholt hat. Ein Foto konnte durch eine Zeichnung meiner Tochter ersetzt werden, könnt Ihr
hier sehen.
Bücher rezensieren ist fein, aber die Cover zu knipsen nicht. Wer nun also ein Buch besprechen möchte und es auch abbilden, braucht die ausdrückliche Genehmigung des Verlages. So schwanden alle Backbücher, die ich am Ende eines Beitrages gerne mal abgelichtet hatte um zu zeigen, wo das Rezept her war. Und nicht nur die ...
Nachtrag: Julia hat als Buchbloggerin in den Kommentaren einen sehr wichtigen und interessanten Link gepostet zu einer Auflistung aller Buchverlage und dessen, was man von dem jeweiligen Verlag bzw. seinen Veröffentlichungen posten darf. Schaut mal hier *klick*. Außerdem erfahrt Ihr mehr über Bildzitate noch hier. Danke, Julia!
Beim Frage-Foto-Freitag hatte ich vereinzelt mit einem
abfotografierten Bild aus einem Kinderbuch geantwortet. An diesen Stellen finden sich nun Vermerke, dass dieses Bild gelöscht wurde, denn teilweise sieht man dem Beitrag an, dass etwas fehlt.
Videoclips aus der Tube, auch wenn sie nur profane Lieblingsmusik enthielten, bergen rechtliche Risiken. Wer sie auf seinem Blog einbettet, haftet z.B. gegebenenfalls auch dafür, wenn sie illegal auf die Ausgangsplattform hochgeladen wurden. Damit ist das Label "Musik" hier Geschichte, war eh klein.
Und natürlich das
Impressum. Wer wie ich glaubt(e), als kleines Licht ohne kommerzielles Interesse fröhlich anonym vor sich hinbloggen zu dürfen, der irrt. Also auch das. Sehr hilfreich war für Impressum plus Haftungsausschluß der
kostenlose Impressumsgenerator.
Der
Upcycling-Dienstag hat ein geändertes
Logo. Ursprünglich waren darauf
Spielzeuge eines Herstellers für Plastikminiaturen zu sehen. Wer weiß,
wann der um die Ecke gekommen wäre, um seinen neuen Anbau daraus zu finanzieren, dass auf meinem Nuschen-Blog so dreist Kapital aus seinem
geistigen Eigentum geschlagen wurde. Die erste Idee war, es meinen Sohn nachmalen zu lassen,
aber als
Katja anbot, sie könne auch mal ihr Glück versuchen, konnte ich nicht "Nee" sagen und bin von ihrem Design total begeistert. Falls hier jemand mitliest, der das ursprüngliche Logo in seiner Sidebar verwendet, bitte tauscht es sicherheitshalber aus.

Das Monetarisieren des Blogs
Die "Arbeitsgruppe
Indre" diskutierte am Samstag im Rahmen eines
Fishbowl
darüber, in welcher Form man Werbung und Blog so kombinieren kann, dass
finanziell etwas dabei herumkommt und die Leserinnen nicht verprellt
werden. In Indres
Beitrag findet man eine schöne Zusammenfassung dazu. Mir gehen im Nachhinein 2 Gedanken durch den Kopf:
Warum reagieren Leserinnen häufig negativ auf die Monetarisierung des Blogs?
Die erkannten / genannten Gründe tragen sicherlich dazu bei, aber ich
werde das Gefühl nicht los, dass noch mehr dahinter stecken
könnte.
Projizieren wir nicht viel in die Bloggerinnen, die wir
gerne lesen? Und kann es mitunter nicht so sein, dass man sogar eine Art
von Vertrauen in eine Bloggerin aufbaut, ihre Meinung wertschätzt? Ist
es dann nicht tatsächlich menschlich enttäuschend, wenn man ein Posting
liest, in dem ellenlang über die schöne neue Mütze des niedlichen Babys,
dessen Geburt man selbst seinerzeit virtuell beklatschte, liest und schließlich feststellt, es war alles "nur Werbung", denn die gesponsorte Verlosung folgt am
Ende des Beitrags?
Ist es
schwieriger, einem weiblichen Publikum die Monetarisierung eines Blogs
plus deren Gründe nahezubringen als einem männlichen? Dieser
Gedanke kam auf, als es darum ging, dass sich manche Bloggerin mit offen
neidischen Anfeindungen auseinandersetzen muß(te).
Ich glaube,
dass viele Männer ein Blog erst dann richtig ernst nehmen, wenn auch
finanziell etwas dabei herumkommt, sofern sie nicht selber Blogger sind oder sehr nah dran sind an der Frau, die bloggt.
Männer messen m.E. eher als Frauen Erfolg an dem, was sich in hard
facts ausdrücken läßt. Aber reagieren dann auch nicht emotional auf eine Monetarisierung, die
aus dieser Warte nur eine logische Konsequenz ist, denn so viel Mühe würde man sich doch nicht nur "for the love" geben. Da. Es ist raus. Haut mich ruhig.
Fazit: Sollte ich also jemals mit dem Gedanken spielen, auf irgendeine Weise Geld mit dem Bloggen zu verdienen, würde ich einen einleitenden Beitrag darüber verfassen, in dem ich
nicht rechtfertige, sondern informiere,
die Werbung generell immer transparent gestalten und ganz sicher nicht,
so wie es als Beispiel genannt wurde, für 10 Schleifen einen sponsored
Post veröffentlichen. Entweder gratis oder für ordentlich Patte,
dazwischen kann nix gehen, wenn ich mir was wert bin. So. Und da sind wir beim nächsten Punkt.
Gedanken zum Selbstwert
Authentizität ist ein wichtiger Faktor beim Bloggen. Nur wenn ich ich bin und das souverän, kann ich Menschen dauerhaft interessieren bzw. -für wen das (schon) gilt- meinen Blog auch als Möglichkeit zum Nebenverdienst /Broterwerb nutzen. Wer von sich selbst nicht überzeugt ist, wird auch niemand anderen überzeugen. Wer seinen eigenen Wert nicht kennt, kann ihn gegenüber potentiellen Investoren o.ä. nicht benennen oder vertreten. Die ehernen Grundgesetze des menschlichen Miteinanders sind da 1:1 auf die Blogwelt zu übertragen.
Auf keinen Fall sollte man unterschätzen, was es bedeutet, einen Blog kontiniuierlich, sorgfältig und abwechslungsreich zu betreiben.
Angelika Schwaff ging in ihrem Vortrag zu "Blogs & PR" so weit zu sagen, wir seien alle "Verleger". Damit bin ich noch nicht warmgelaufen, aber das liegt natürlich auch an Art und Umfang meines Blogs.
Viel mehr beschäftigt mich hingegen ihre Darstellung der möglichen Vernetzung der Blogschaffenden untereinander, so geschehen z.B. im von ihr zitierten
Reiseblogger-Kollektiv. Und ich? So viele wunderbare Damen kennengelernt und nix draus gemacht? Keine Ahnung. Ich neige zu zwischenmenschlicher Euphorie (oder dem totalen Gegenteil in meinen misanthropen Phasen) und wünsche mir nach BLOGST12 sehr, "wir" stellten gemeinsam etwas auf die Beine. Aber was? Und mit wem? Anybody? :-)
Tatsächlich brodelt es in Sachen Vernetzung bei Facebook ein wenig, ich bin total gespannt, was wirklich vom BLOGSTe übrigblieb, also, ob wir uns im wahren Leben treffen oder virtuell eine Form von Gemeinsamkeit/ gemeinsamer Zielstrebigkeit erschaffen können.
Der Blog als Marke
Was macht meinen Blog einzigartig? Was verleiht ihm ein Gesicht und dadurch einen Wiedererkennungswert?
Virginia Horstmann hat uns eindrucksvoll davon erzählt, wie wichtig es ist, eine Form von Stringenz in den Blog einzubauen, sei es die Sprache, die Bilder, wiederkehrende Symbole oder Initiativen.
Ungeplant ist das hier also schon durch den Upcycling-Dienstag geschehen, der allerdings eher ins Leben gerufen wurde, um die Menschen ein wenig zur Wachsamkeit in Sachen Nachhaltigkeit anzuregen und dafür Ideen zu geben und zu sammeln. Spaß soll es machen, aber im Idealfall auch das Kauf- oder Wegwerfverhalten beeinflussen.
Ansonsten schreibe ich so vor mich hin und finde das für meine Zwecke total ausreichend. Ein interessanter und spannender Vortrag war es dennoch.
Social Media
Als alter Nerd (haha) habe ich zwar einen Facebook-Account, aber der wird nur sporadisch genutzt und mein Blog findet dort nicht statt. Das soll auch so bleiben, die Eltern der Mitschüler meiner Kinder sind mir nicht so nah und doch nicht fern genug, als dass ich da einheitlich vorgehen möchte. Aber dafür gibt es ja jetzt meinen neuen
Twitter-Account, der zwar noch ein ziemlicher Friedhof ist, aber der gute Wille zählt. Nicht, dass ich mich kurz fassen wollte - oder könnte. Trotzdem hat es Spaß gemacht, dort während BLOGST zu luschern und vielleicht springt der Funke des Zwitscherns ja noch über.
In dieser Geberlaune wäre auch noch ein Instagram-Account dringewesen, aber mein Smart-Möhrchen respektive sein Betriebssystem ist zu alt dafür. Mein persönlicher Apfel-Fachmann tüftelt noch an einem Masterplan, wie es dennoch gehen mag.
Das klitzekleine Backbuch
Nach dem Vortrag von
Dani am Sonntag Morgen mußte ich ihr
Buch haben. Sie hat eigentlich "nur" den Weg zum Blog und dann zum Buch erzählt, aber diese Frau ist so hinreissend, man hätte ihr danach auch eine Melkmaschine abgekauft. Peinlich genug, vorher kannte ich ihren Blog nicht mal.
*räusper*
Bilder von Büchern sind ja nun tabu, aber mein erstes Machwerk daraus gibt es zu bestaunen. Hammer. Cakepops. Noch nie gegessen, außer premierenartig bei BLOGST, wo in zu kurzer Zeit deutlich zu viele (liebevoll hergestellt
hier) in Muttis Bauch wanderten. Mächtige kleine Scheißerchen. Unsere haben übrigens Hörnchen aus Jelly Beans, das kleine Volk fand sie super.
Weltliches
Auf den Sitzgelegenheiten der BLOGST-Konferenz wurde wieder einmal deutlich, dass ich ohne entsprechende Hilfsmittel schnell "Rücken" bekomme, was nicht wirklich zu ändern, aber zu lindern ist. Also wurde aus der Anleitung eines
Schmuckkranzes (Ostern / Advent) unter geringfügiger Abwandlung ein Steißbeinkissen. In Zukunft ist die alte Frau folglich an diesem famosen Untersatz zu erkennen. Wenn sie nicht gerade draufsitzt.
Seid lieb gegrüßt und schaut z.B. mal
hier oder
hier inklusive Linkliste, wenn Euch inhaltlich oder bildlich die BLOGST Konferenz interessiert. Erwähnt sei überdies die großartige Grafik von Anna von "Novembertomate", seht mal ihr
Posting an. Hammer, oder?
Nina, die Euch ein schönes Wochenende wünscht.